Wie unnötiger Konsum uns unglücklich macht

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Wie unnötiger Konsum uns unglücklich macht

Wir können uns heutzutage viel mehr leisten als unsere Eltern und Grosseltern. Beispielsweise reisen wir mehr, gehen häufiger auswärts essen, besitzen luxuriösere Autos und leben in grösseren Wohnungen. Wir führen ein Leben, von dem unsere Vorfahren nur träumen konnten. Dennoch scheinen wir nicht glücklicher zu sein. Warum das so ist schauen wir uns in diesem Beitrag an.

Leisten wir uns zu viel?

Wir verdienen viel mehr als unsere Vorfahren, auch im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten, leisten uns aber auch einen teureren Lebensstil – aus der Sicht unserer Grosseltern einen luxuriösen Lebensstil. Wir geben einfach zu viel aus und sparen zu wenig.

Meine Grosseltern haben 1953 ihr Haus grossteils in Eigenleistung gebaut.

Was dabei mitspielt: Wir orientieren uns als Menschen immer am direkten Umfeld und daran, was dort vorgelebt wird. Das ist für uns der Normalzustand, den wir übernehmen. Auto, Wohnung und das Hotel im Urlaub müssen unserem Einkommen entsprechend sein. «Standesgemäss», wenn man so will. Die Gesellschaft lebt es vor. Das Niveau steigt stetig mit jeder Lohnerhöhung. Das Niveau des gefühlten Glücks bzw. der eigenen Zufriedenheit steigt damit jedoch nicht proportional mit.

Autos sind Geldvernichter

Insbesondere Autos sind wahre Geldvernichter. Versteh mich nicht falsch, auch ich mag schöne Autos. Aber es kann doch nicht sein, dass wir uns Autos leisten, die fast so viel kosten wie ein Jahresgehalt. Natürlich macht das nicht jeder, aber viele. Die Verlockung ist schliesslich gross. Finanzierungsangebote und Leasing, lassen die Autos günstiger erscheinen als sie sind.

Das Schlimmste daran ist, dass der Wert rapide sinkt: Ein frisch angemeldetes Auto verliert schon beim Verlassen des Autohändlers etwa 20 % seines Wertes. Im ersten Jahr liegt der Wertverlust bei 30 %. Nach drei Jahren ist das Auto in der Regel nur noch die Hälfte wert.

Ganz krass finde ich, wenn man sich Luxusartikel zulegt, die eigentlich keinen Sinn machen, ausser als «Statusobjekt» zu walten. Beispielsweise Designer-Handtaschen. Wenn ich samstags an der Bahnhofstrasse in Zürich an den Boutiquen vorbeischlendere, sehe ich oft haufenweise Leute im und ausserhalb des Ladens, die vermutlich ein halbes Monatsgehalt für so eine Tasche ausgeben. Und das nur, um sich selbst etwas zu gönnen oder das «Schätzli» mit einem teuren Geschenk zu beeindrucken. Glücklich machen solche Ausgaben jedoch – wenn überhaupt – nur kurzfristig.

«Geld ist Freiheit in Münzen gepresst»

Natürlich wollen wir ein angenehmes Leben führen und nicht leben wie in den 1950er Jahren ohne Auto, Zentralheizung, Waschmaschine und Kühlschrank. Übertriebener Luxus und Statussymbole müssen jedoch nicht sein für ein schönes Leben.

Wie man es leicht besser machen kann, zeigt Morgan Housel in seinem Buch «Über die Psychologie des Geldes». Er beschreibt unter anderem, wie er seinen eigenen Lebensstil nur mit Bedacht gesteigert hat. Immer, wenn er eine Gehaltserhöhung bekam, nutzte er einen Teil davon, um seinen monatlichen Sparbetrag zu erhöhen. Nicht vorrangig um des Geldes wegen oder weil er ein bestimmtes Vermögen aufhäufen wollte, sondern weil genügend Geld für ihn gleichbedeutend mit Freiheit ist. Das erinnerte mich an den bekannten Spruch: «Geld ist Freiheit in Münzen gepresst.»

Eines der besten Finanzbücher, das ich je gelesen haben: «Über die Psychologie des Geldes»

Mit Freiheit meint er, sein Leben selbstbestimmt leben zu können. Er meint damit jedoch nicht das Chillen in der Hängematte in der Südsee für den Rest seines Lebens. Sondern die Möglichkeit, sich auch einmal eine Auszeit nehmen zu können, um Zeit für Reisen oder die Familie zu haben. Oder um einen schlechter bezahlten Job annehmen zu können, der einem mehr Freizeit gewährt, Freude bereitet und zufriedener macht.

Mehr Zeit für sich und die Familie

Ich kenne auch Menschen, die einen ähnlichen Weg gehen wie Morgan Housel. Sie leben unter ihren Verhältnissen und sparen gut. Dafür leisten sie sich Auszeiten. Einfach mal einige Monate zu Hause zu bleiben und das machen zu können, was sie wollen – Mountainbike fahren, trainieren, Zeit mit den Kindern verbringen, verreisen oder einfach mal ausspannen.

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Ein Freund von mir hat sich in den letzten paar Jahren gleich zweimal ein Sabbatical erlaubt. Möglich war es, durch die einfache Regel seinen Lebensstil mit Bedacht zu erhöhen, aber natürlich auch aufgrund der Tatsache, dass auch die Ehefrau verdient und mit ihrem Einkommen die wichtigsten Fixkosten decken kann. Beruflich gestartet ist er mit einem Lehrberuf. Im Laufe seines Lebens hat er jedoch zweimal ein Studium abgeschlossen und anschliessend neue, besser bezahlte Jobs ergattert.

Er lebt ein angenehmes Leben jedoch ohne unnötigen Luxus: Es würde nicht plötzlich die teurere Marke kaufen, weder bei der Kleidung noch beim Auto, hat aber einen gehobenen und dennoch einfachen Lebensstil. Er fährt ein anständiges Auto, hat ein anständiges Haus, trägt anständige Kleidung und macht anständige Reisen. Aber er übertreibt es nicht. Natürlich könnten sie sich als Paar und Familie ein teureres Auto oder ein Zweitauto leisten. Er könnte in Luxushotels übernachten oder eine Ferienwohnung kaufen. Aber all das macht er nicht und zwar aus einem Grund: Er will seine Fixkosten tief halten und seine Freiheiten nicht verlieren.

Rezept zum Glücklichsein

Um zufriedenerer und glücklicher zu werden, muss man sich nur an das einfache Grundrezept halten: weniger ausgeben, als man verdient. Leichter geht das natürlich mit einem guten Einkommen, wie es die beiden Beispiele zeigen. Man kann mit einem guten Einkommen ein angenehmes Leben führen und dabei trotzdem eine hohe Sparquote erreichen.

Auch Charlie Munger hat einmal gesagt, dass das einfachste Rezept, um glücklich zu sein, darin besteht, seine Ansprüche niedrig zu halten. Bewusst sparen, vernünftig und weniger ausgeben, als man verdient, sind Schlüssel zu einem zufriedenen und glücklichen Leben.

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Christian der Auswanderluchs

 

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