Weihnachten in der Schweiz 🇨🇭🎄

In die Schweiz auswandern

Weihnachten in der Schweiz 🇨🇭🎄

Letztes Jahr habe ich an dieser Stelle darüber geschrieben, dass die Deutschen mutmasslich nach Weihnachten verrückt sind. Dieses Jahr sollte ich schreiben, wie es denn die Schweizer so handhaben. Gar nicht so einfach und ehrlich gesagt: Seit ich realisiert habe, wie wenig emotional wir Schweizer wahrscheinlich im Vergleich zu den Deutschen den Weihnachtsfeierlichkeiten gegenüber stehen, frage ich mich schon fast: Sollten wir nicht ein bisschen bei den Deutschen abluege (abschauen)…?!

Grundtenor zum Thema Weihnachten in der Schweiz

Grundsätzlich würde ich sagen, ich kenne in der Schweiz fast niemanden, der das Erwachsenenalter erreicht hat, und Weihnachten mit solchem Enthusiasmus gegenübersteht, wie die Deutschen. Ich kenne übrigens in der Schweiz auch niemanden, der oder die bereits im Oktober erste Weihnachtsgeschenke besorgt.

Hier wird Weihnachten eher oft ein bisschen als notwendiges Übel gehandhabt: Geschenke kaufen! Besuche (verschiedene Familienteile!!) (aneinander vorbei!!) organisieren! Essen planen! Das alles noch mit Üppigkeit – ich glaube, das ist tendenziell nicht so des Urschweizers Ding und wird oft mit unliebsamem Stress in Verbindung gebracht.

Mit Swarovski Kristallen geschmückter Weihnachtsbaum im Zürcher HB

Anti-Weihnachtsstress-Programm: Das passende Essen

Gerne wird daher in der Schweiz überlegt, wie man Weihnachten am stressfreisten über die Bühne bringt. Dafür haben wir uns beispielsweise schon mal ein paar passende Weihnachtsessen ausgedacht, welche schnell gehen und vorbereitet werden können, so dass auch der Koch, die Köchin etwas vom Fest hat.

Bei uns gab es bspw. früher, als ich selbst noch Kind war, immer Schinken (Kasslerbraten) mit Salzkartoffeln und grünen Bohnen. Naja, da konnte man sich dann wirklich nur noch damit trösten, dass es an Weihnachten ja nicht nur ums Essen, sondern auch um Geschenke ging!

Fondue an Weihnachten

Irgendwann schwenkte meine Mutter Gott sei Dank um auf Filet im Teig, richtig gut wurde es aber erst, als es Tischgrill gab: Raclette mit Fleisch auf dem heissen Stein und vielen, vielen Saucen dazu. Ebenfalls beliebt in der Schweiz: Fondue Chinoise oder Fondue Bourguignonne, wobei kleine Fleischstückchen in einer speziellen Fondue-Pfanne entweder im heissen Öl frittiert oder in der Bouillon gekocht werden.

Der Klassiker für Heiligabend in Deutschland

Was es übrigens meines Wissens in der Schweiz eher weniger gibt, ist Käsefondue an Weihnachten. Worüber wir definitiv die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ist des deutschen Weihnachtslieblingsessen: Kartoffelsalat mit Wienerli (Bockwürstchen). Hier undenkbar, da ein Sommergericht und auf jeden Fall sogar für uns nicht festlich genug. 

Schlesische Weisswurst

Am 24. Dezember gibt es also in der Schweiz erst einmal was Feines, aber nicht zu Kompliziertes zu essen. Ente, Gans oder sonstiges Gefiedertier in Ganz kennen wir in der Schweiz nicht. Ich wüsste nicht mal, wo ich so was kaufen sollen würde. 

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Vorweihnachtszeit in der Schweiz

Was passiert in der Schweiz in der Vorweihnachtszeit? Ähnliches wie in Deutschland: Adventskalender für die Kinder, Adventskranz für die Grossen, Unmengen Aussenfassaden-Lichterschmuck für alle und ganz viel „Guetzlen“.

Ja, das machen wir gerne: Guetzli, also Kekse backen. Wer sich besonders hervortut, macht den Teig – wie es sich gehört – selber. Wer ein bisschen praktischer veranlagt ist, kauft auch mal den fertigen Teig in der Migros. Klassiker sind: Mailänderli, Zimtsterne, Chräbeli und natürlich – mein Favorit – die Schoggi-Herzli aus der Migros. Ausprobieren! Geschmack ist ja nicht so leicht in Worte zu fassen.

Ein Ausflug in die Berge – wie hier nach Laax – gehört einfach dazu

Schweizer Weihnachtsmärkte

„Weihnachtsmärkte als eigener Titel?“, frage ich mich gerade. Vor 15 Jahren wäre das noch keine Frage gewesen, denn ich wusste kaum, was ein Weihnachtsmarkt sein soll. Naja, die Omas reisten im Car (Reisebus) oder mit der SBB (Schweizerische Bundesbahn) irgendwo nach Stuttgart oder Nürnberg und schauten sich die schönen Märkte an.

Bei uns gab es das bis vor kurzem kaum. Wer will schon in der Kälte draussen herumstehen und Weihnachtsvorfreude zelebrieren? Na klar, die Deutschen! Seit die hier sind, gibt’s bei uns an allen Ecken und Enden Weihnachtsmärkte und Glühwein. Auch gut. Finde ich persönlich schön, aber immer noch zu kalt; Weihnachtsmuffel bleibt eben Weihnachtsmuffel!

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Und was gab es beim Auswanderluchs so?

Jetzt natürlich noch konkret: Wie sehen Weihnachten beim weihnachtsverrückten Auswanderluchs mit einer weihnachts-nicht-so-begeisterten Tensha aus: Sie gibt sich Mühe ohne Ende, dem Luchs Weihnachten weihnächtlich genug zu machen und wird trotzdem nie reüssieren. Es ist immer alles ein bisschen zu wenig: Von den Geschenken, vom Weihnachtsschmuck, von der Üppigkeit beim Essen. Richtige Weihnachtsstimmung gibt es für ihn nur in Deutschland, worauf wir leider auch dieses Jahr verzichten müssen. 

Auswanderluchs in Zürich

Nichtsdestotrotz hatten wir es zuhause einigermassen weihnächtlich mit dem obligaten Weihnachtsbaum, der vom Auswanderluchs und dem kleinen Gremlin geschmückt wurde, Tischgrill mit Omi an Heiligabend und Rinderbraten an Weihnachten mit Opi. Letzteres Gericht auf ausdrücklichen Wunsch vom Auswanderluchs. Und die Geschenke? Kommen hier übrigens vom Christkind und nicht vom Weihnachtsmann. Was gebracht wurde, da darf jetzt noch drüber spekuliert werden… 

Frohe Weihnachten!

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2 Responses

  1. S
    Stephan sagt:

    Ausgezeichneter Artikel. Bei uns gabs Käsefondue und am ersten Weihnachtstag eine ganze Ente. Vermutlich müssen wir „schweizerisch“ noch üben 😉 oder wir sind Trendsetter. Wer weiß…

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