Vermögen in der Schweiz nach Alter – und wie du mit einem Kontensystem clever sparen kannst

Wie reich sind die Schweizer wirklich? Auf den ersten Blick scheint die Antwort klar: hohe Löhne, starke Währung, wirtschaftliche Stabilität. Doch die Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen ein differenzierteres Bild. Vor allem jüngere Erwachsene besitzen oft deutlich weniger Vermögen, als man erwarten würde. Die gute Nachricht: Mit einem strukturierten Ansatz – zum Beispiel einem einfachen Kontensystem – lässt sich der Vermögensaufbau deutlich beschleunigen.
So viel Vermögen haben die Schweizer nach Alter
Laut den Vermögensdaten der BFS-Erhebung und ergänzenden Angaben aus der Handelszeitung ergibt sich folgendes Bild für das Median-Nettovermögen ohne Pensionskasse:
- 20-Jährige 16’500 Franken
- 30-Jährige 27’000 Franken
- 40-Jährige 72’000 Franken
- 50-Jährige 89’000 Franken
- 60-Jährige 190’000 Franken
Median bedeutet: Die Hälfte der Menschen in diesem Alter hat mehr, die andere Hälfte weniger Vermögen. Der Median ist aussagekräftiger als der Durchschnitt, weil er robuster gegen Ausreisser (z.B. wenige sehr vermögende Personen) ist.
Auffällig: Der grosse Sprung passiert erst im Alter zwischen 50 und 60 – hauptsächlich durch Auszahlungen aus der Pensionskasse, Kapital aus der Säule 3a und auch durch Erbschaften.
Warum viele zu wenig sparen
Viele junge Schweizer haben trotz hohem Einkommen ein überraschend geringes Vermögen. Das hat mehrere Gründe:
- Fehlende Struktur: Ohne festen Plan «verschwindet» das Geld im Alltag.
- Kein Automatismus: Sparen passiert nur, wenn am Monatsende etwas übrigbleibt – was zu selten der Fall ist.
- Verzögerter Start: Viele fangen erst mit 40 oder später ernsthaft an, Vermögen aufzubauen.
Die entscheidende Stellschraube ist die Sparquote – also der Anteil des Einkommens, der dauerhaft zurückgelegt wird. Wer früh anfängt und konsequent spart, profitiert stärker vom Zinseszinseffekt und erreicht Vermögensziele dadurch schneller.
Früh anfangen oder später mehr sparen? – ein Vergleich
Oft höre ich den Satz: «Ich spare später einfach mehr, wenn ich mehr verdiene, das gleicht sich schon aus.» Doch stimmt das wirklich? Ein Zahlenbeispiel zeigt, wie entscheidend der Faktor Zeit ist:
- Person A beginnt mit 20 Jahren und spart 200 Franken pro Monat.
- Person B startet erst mit 35 Jahren, legt dafür aber 500 Franken pro Monat zurück.
Beide investieren zu 6 % Rendite im Jahr und sparen bis zum Alter von 65.
| Person A | Person B | |
| Eingezahlt | 108’000 Franken | 180’000 Franken |
| Endvermögen | 510’584 Franken | 474’349 Franken |
| Zinsen | 402’584 Franken | 294’349 Franken |
👉 Das Ergebnis: Person B zahlt deutlich mehr ein, hat am Ende aber weniger als Person A. Der Grund ist der Zeitfaktor. Wer früher beginnt, profitiert viel stärker vom Zinseszinseffekt – kleine Beträge über lange Zeiträume schlagen grosse Beträge über kurze Zeiträume.
Das Kontensystem – dein Schlüssel zum Vermögensaufbau
Ein Kontensystem bedeutet, dass du dein Geld auf mehreren klar definierten Konten oder Unterkonten verteilst. Jedes (Unter-)Konto hat eine feste Aufgabe, und du weisst jederzeit, wie viel Geld wofür vorgesehen ist.
Beispiel für ein 3-Konten-System:
- Fixkosten
- Lifestyle
- Sparen und Investieren
Erweiterung auf 5 bis 6 Töpfe: Unterkonten für beispielweise «Steuerrücklagen», «Auto/Wartung», «Ferien» oder «Gesundheit».
Vorteile:
- Übersicht: kein Rätselraten, wofür welches Geld gedacht ist.
- Disziplin: Jeder Franken hat einen festen Zweck.
- Motivation: Du siehst deine Sparziele wachsen.

Beispiel: Mit dem Zak-Konto sparen
Das Zak-Konto der Bank Cler ist ein kostenloses Smartphone-Konto, mit dem du Unterkonten – sogenannte «Töpfe» – selbst anlegen kannst. So lässt sich das Kontensystem einfach digital umsetzen.
So funktioniert es:
- Unterkonten anlegen: z. B. «Auto» oder «Ferien».
- Daueraufträge einrichten: Am Monatsanfang gehen automatisch feste Beträge in die Töpfe.
- Fortschritt verfolgen: In der App siehst du, wie deine Ersparnisse wachsen.
Psychologischer Vorteil: Das Geld, das im Topf «Ferien» liegt, wird nicht für den Alltag ausgegeben – die mentale Trennung wirkt wie ein Sparschutz.
Tipps für mehr Sparquote
- Bezahle dich selbst zuerst: Überweise den Sparbetrag direkt nach Gehaltseingang.
- Fixkosten optimieren: Krankenkasse und Versicherungen vergleichen und allenfalls wechseln.
- Automatisierte Investments: ETF-Sparpläne oder Säule 3a mit Wertschriften.
- Lifestyle-Inflation vermeiden: Lohnerhöhungen zu 50 % in den Topf «Sparen & Investieren» stecken.
Fazit
Die BFS-Daten zeigen klar: Die meisten bauen erst spät im Leben Vermögen auf. Doch wer früh beginnt, verschafft sich einen deutlichen Vorsprung. Mit einem Kontensystem und dem dafür hervorragend geeigneten Zak-Konto kannst du Sparen automatisieren, Ziele visualisieren und motiviert bleiben.
Je früher du startest, desto leichter erreichst du deine finanziellen Ziele!
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