Unterschiede bei der Wohnung: Schweiz vs. Deutschland 🇨🇭🇩🇪

In die Schweiz auswandern

Unterschiede bei der Wohnung: Schweiz vs. Deutschland 🇨🇭🇩🇪

Zwischen einer deutschen und einer schweizerischen Wohnung gibt es grosse Unterschiede – von der Ausstattung über die Elektrik bis hin zur Parkplatzsituation und Abfallentsorgung. Insbesondere die nicht sachgerechte Entsorgung führt nicht selten zu Unmut zwischen Deutschen und Schweizern. Es lohnt sich daher, sich mit dem System auseinanderzusetzen, bevor es «Lämpe» (ugs. für Streit) mit den neuen Nachbarn gibt. Aber auch andere Unterschiede in Sachen Wohnen lohnen sich, vorab zu wissen. Hier die wichtigsten Informationen für das Wohnen in der Schweiz.

Küche und Waschmaschine sind in Wohnung vorhanden

Der oft höhere Mietpreis in der Schweiz lässt sich teilweise durch gut ausgestattete Wohnungen rechtfertigen. Zu dieser Ausstattung gehören in der Regel eine Einbauküche mit Elektrogeräten, ein Badezimmer mit Spiegelschrank und weiteren Accessoires sowie häufig eine Waschmaschine oder sogar ein Waschturm, bestehend aus Waschmaschine und Wäschetrockner.

Waschmaschine des Schweizer Herstellers V-Zug

Aus eigener Erfahrung empfehle ich, eine Wohnung mit einer eigenen Waschmaschine oder einem Waschturm zu wählen, anstatt einer Lösung im gemeinsamen Keller. Dies bietet mehr Bequemlichkeit und erspart dir das Einhalten des gemeinschaftlichen Waschplans.

Wandputz in der Schweizer Wohnung

Im Gegensatz zu Deutschland, wo tapezierte Wände üblich sind, bevorzugt man in der Schweiz eher Wandputz. Die Wände sind meist mit einem fein bis grob strukturierten Putz versehen, der in der Regel weiss gestrichen wird. Diese Art des Wandbelags bietet praktische Vorteile. Er ist pflegeleicht und langlebig. Er bedarf keiner regelmässigen Erneuerung wie Tapeten und ist widerstandsfähiger gegenüber Abnutzung.

Nahaufnahme von unserem Wandbelag
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Schweizer Steckdosen

In der Schweiz findet man andere Steckdosentypen als in Deutschland. Während die schmalen Eurostecker, wie wir sie von Handy-Ladekabeln kennen, problemlos in schweizerischen Steckdosen funktionieren, benötigst du für Schuko- und Typ-C-Stecker einen Adapter. Dies ist aufgrund der unterschiedlichen Form und Anordnung der Kontakte in schweizerischen Steckdosen erforderlich.

Eine interessante Besonderheit, die ich in der Schweiz entdeckt habe, ist die schaltbare Steckdose. Diese Steckdosen sind ideal für Stehlampen, da sie über einen zentralen Schalter aktiviert werden können, der sich üblicherweise neben den Lichtschaltern für die Deckenbeleuchtung befindet.

Typische Schweizer Dreifachsteckdose

Parkplatz in der Schweiz

In den dicht besiedelten Gebieten der Schweiz, besonders in Städten, ist das Finden eines Parkplatzes eine Herausforderung. Dies gilt sowohl für die eigene Nutzung als auch für Besuche von Freunden und Verwandten, besonders wenn diese aus Deutschland anreisen und über längere Zeiten einen Parkplatz benötigen.

Das Parken auf der Strasse ist in vielen Schweizer Städten stark eingeschränkt oder gar nicht gestattet. Wer sein Fahrzeug entgegen den Vorschriften parkt, muss mit empfindlichen Bussgeldern rechnen – bis zu 40 oder 50 Franken pro Tag. Die Einhaltung der Parkvorschriften wird in der Schweiz regelmässig und streng kontrolliert.

Ich empfehle dir, bei der Wohnungssuche auch die Verfügbarkeit von Parkplätzen zu berücksichtigen, die auch Besuchern zur Verfügung stehen.

Die Beliebtheit von Parkettböden in Schweizer Wohnungen

Parkett ist eine gängige Wahl für Bodenbeläge in Wohnungen. Dieses Naturmaterial wird wegen seines warmen, einladenden Charakters und der angenehmen Haptik geschätzt. Insbesondere in Kombination mit Fussbodenheizungen bietet Parkett einen zusätzlichen Komfort, da es die Wärme gut speichert und gleichmässig verteilt.

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Ein Nachteil von Parkett ist jedoch seine Empfindlichkeit. Parkettböden können durch starke Beanspruchung, wie das Verrücken von Möbeln, oder durch Flüssigkeiten, die in das Holz eindringen, beschädigt werden. Ich persönlich finde Parkett wunderbar, solange man bereit ist, sich um es zu kümmern.

Für Familien mit kleinen Kindern oder Haustieren kann es allerdings eine Herausforderung darstellen. In meinem Fall, ist allerdings – wie böse Zungen behaupten – nicht das Kind, sondern der Vater selbst die grössere Herausforderung für den Parkett… 😅

Unversiegelter Parkett – wie dieser hier – ist pflegeintensiv. Ich würde mich heute definitiv für versiegelten Parkett entscheiden.

Endreinigung bei Wohnungen in der Schweiz

Im Gegensatz zu Deutschland, wo Wohnungen üblicherweise nur «besenrein» übergeben werden müssen, verlangt die Schweizer Praxis eine äusserst penible Endreinigung. Das bedeutet, dass die Wohnung durch den ausziehenden Mieter oder ein von ihm beauftragtes Unternehmen gründlichst gereinigt werden muss.

Dabei wird besonderes Augenmerk daraufgelegt, dass die Wohnung bei der Übergabe so sauber ist wie zu Beginn des Mietverhältnisses. Dazu gehören unter anderem auch schwer zugängliche Bereiche wie hinter dem Kühlschrank oder in der Dunstabzugshaube.

Angesichts der hohen Anforderungen empfiehlt es sich daher, die Endreinigung durch ein professionelles Reinigungsunternehmen durchführen zu lassen, das eine Abnahmegarantie bietet. Diese Garantie beinhaltet eine Nachreinigung, falls der Vermieter mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein sollte. Die Beauftragung eines solchen Dienstes kann erheblich Zeit und Stress sparen und sicherstellen.

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Abfallentsorgung: Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland

In der Schweiz und Deutschland wird der Umweltschutz grossgeschrieben, insbesondere im Bereich der Abfallentsorgung und des Recyclings. Doch es gibt einige bemerkenswerte Unterschiede in der Herangehensweise beider Länder.

Schweiz:

  • In der Schweiz müssen für die meisten Gemeinden spezielle Müllsäcke gekauft werden, um Hausmüll zu entsorgen. Diese Säcke sind nicht ganz billig und bieten daher auch den Anreiz, weniger Müll zu produzieren und mehr zu recyceln.
  • Glas, PET-Flaschen und Stahl/Aluminium sollen getrennt gesammelt und an speziellen Sammelstellen abgegeben werden.
  • Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in der Schweiz keine gelbe Tonne für Leichtverpackungen. Stattdessen müssen Materialien wie Plastikverpackungen (je nach Gemeindevorschriften) meistens in den Hausmüll entsorgt werden. 
  • Pfandflaschen sind eher selten und nur in der Mehrwegvariante vorhanden.
  • Karton und Papier werden getrennt entsorgt. In der Regel gibt es monatliche Abholtermine an denen Karton bzw. Papier zu Päckchen gebündelt abgeholt wird. Alternativ kannst du auch die zentrale Entsorgungstelle nutzen.

Fazit zu Unterschieden bei der Wohnung

Für Einwanderer aus Deutschland erleichtern schweizerische Wohnungen den Umzug erheblich. Die Wohnungen sind praktisch bezugsfertig, da Boden- und Wandbeläge sowie die Küche vorhanden sind. Allerdings erfordert das Wohnen in der Schweiz auch eine Anpassung an lokale Besonderheiten wie strengere Abfallentsorgungsregeln und eine gründliche Endreinigung bei Auszug, was aber meiner Meinung nach kein wirkliches Problem darstellt.

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Christian der Auswanderluchs

 

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