Die Auswanderung des Deutschen und die lauwarmen Füsse der Schweizerin 👩🏻‍🦰😰

In die Schweiz auswandern

Die Auswanderung des Deutschen und die lauwarmen Füsse der Schweizerin 👩🏻‍🦰😰

Vor der Auswanderung habe er etwas kalte Füsse bekommen, meint der Auswanderluchs in einem seiner letzten Blogbeiträge. Und was sagt Tensha dazu? Die zieht die Augenbrauen hoch und gibt sich erstaunt. Würde man sie fragen, hat sie keine kalten Füsse ausgemacht und wenn, dann höchstens bei sich selbst. Oder sagen wir: Lauwarme Füsse. Hier also noch Tenshas Sicht der Dinge.

Bei uns ging alles sehr schnell: Quizduell, erstes Date in Zürich, zweites Date in Düsseldorf, drittes Date in Berlin und der Fall war klar; das ist es. Fast zwei Jahre Fernbeziehung – schön, aufregend, anstrengend –, Jobsuche, und der Auswanderluchs (damals noch ganz profan: Christian) war da. Das interessante an der Sache ist, dass es keine einzige Diskussion darüber gab, ob Christian in die Schweiz kommen würde oder ich nach Deutschland. Keine einzige!

Und natürlich war ich erstaunt, dass dieses Gespräch nie kam. Für Christian war es von Anfang an keine Frage, dass er in die Schweiz kommen würde. Auch wenn ich nie explizit sagte, „du, das mit mir in Dütschland, das würd’ glaub nöd klappe!”: Christian war sich dem offenbar sowieso von allem Anfang an bewusst.

Denn ich hatte und habe eine Stelle, welche ich in praktisch jeder Hinsicht als Traumjob bezeichnen würde, wohnte mitten in Zürich, einer Stadt mit höchster Lebensqualität und lebte oder reiste davor schon oft genug in den verschiedensten Regionen der Welt, um zu wissen: Ein so sorgenfreies Leben wie in der Schweiz kriegst du sonst fast nirgendswo.

Die Rolle der Partnerin

Der Entscheid von Christian war aber dennoch auch für mich nicht ganz einfach, denn bei allen Vorzügen der Schweiz: Es ist nicht einfach auszuwandern, das war mir klar und natürlich fühlt man sich als Partnerin eines auswandernden Partners verantwortlich, macht sich Gedanken, hofft, keine falschen Hoffnungen geweckt und leere Versprechungen ausgesprochen zu haben.

Denn Fakt ist: Man weiss nicht, wie alles herauskommt und die Rolle der Partnerin, die den Partner in ein neues Land „lockt”, ist nicht ganz einfach. Wird es ihm auch noch gefallen, wenn er nicht fürs Wochenende, sondern fürs Leben hier ist? Wird er sich integrieren? Freunde finden?

All das traute ich Christian eigentlich immer zu. Aber natürlich kriegte ich den einen Gedanken nicht los: Er gibt dort alles auf für mich da! Das kann einen ganz schön unter Druck setzen.

Rezepte für lauwarme bis kalte Füsse der Partnerin

Was bei uns sicher immer geholfen hat gegen etwelche Arten von Sorgen und Ängsten waren Gespräche. Lange Gespräche, zahlreiche Gespräch, intensive, ja, oft auch ungemütliche Gespräche. Und die Tatsache, dass wir beide direkter kommunizieren, als manche Leute zu vertragen scheinen. Auch die Finanzen – gerade in der Schweiz gerne ein gut gehütetes Geheimnis – waren bei uns schnell ein Thema. Lebensentwurf und Familienplanung sowieso.

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Christian der Auswanderluchs🇨🇭

Was ebenfalls ein wichtiger Aspekt war und ist: Die Neugierde des einwandernden Partners. Christian hatte von Anfang an diesen wahnsinnigen Willen, alles über die Schweiz zu wissen und zu verstehen – vom politischen System über das Schweizerdeutsche bis zu den Gepflogenheiten; er wollte sich integrieren und Teil von der Schweiz werden.

Gleichzeitig waren wir auch nach seiner Einwanderung in die Schweiz sehr häufig und regelmässig in Deutschland. Davor sowieso; ich war ein- bis zweimal pro Monat im Ruhrgebiet. Erst als Corona und die vielen, manchmal kaum erfüllbaren Vorgaben kamen, fing es an zu hapern mit der Regelmässigkeit der Deutschlandbesuche.

Was immerhin als fester Bestandteil geblieben ist, ist die regelmässige Lektüre: Ich lese sehr viel über Deutschlands Geschichte, Politik und Gesellschaft – in Zeitungen, Zeitschriften, Sachbüchern und (historischen) Romanen etc.. Die Integration muss eben in beide Richtungen gehen und die Deutschen wollen ja auch verstanden werden…! 😊

Bilanz

Wie sieht also die Bilanz nach siebeneinhalb Jahren Beziehung und fünfeinhalb Jahren gemeinsamem Leben in der Schweiz aus? Nehmen wir es vorweg, ich hätte mit einigem gerechnet, aber sicher nicht damit, dass Christian vom Chemikanten zum Youtuber und Blogger mutiert und ich zur Cheflektorin und zur Mitredaktorin in seinem Geschäft aufsteige… 😉

Geschrieben habe ich zwar schon immer und redaktionelle Tätigkeiten sind mir alles andere als fremd. Dennoch ist für mich diese berufliche Entwicklung immer noch irgendwie überraschend; das Leben schreibt ja bekanntlich die besten Geschichten.

Dass wir eine binationale Beziehung führen, ist jedoch – abgesehen von den täglichen Themen im Zusammenhang mit Christians Arbeit – für mich schon lange kein nennenswertes Thema mehr. Irgendwann merkt man es gar nicht mehr – bis es mal wieder sprachliche Missverständnisse gibt… 😉

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Meine Quintessenz zu Christian und überhaupt zu den Deutschen in der Schweiz ist letztendlich die Folgende: Für viele passt’s hier, für einige wenige nicht. Wer sich als Deutsche/r überlegt, in die Schweiz zu ziehen, wird es relativ schnell merken, ob es ein Match ist.

Wir sind hier etwas gemächlicher, etwas zurückhaltender und etwas höflicher; wer sich in Deutschland über ruppiges Auftreten ärgert, wird hier glücklich sein. Wer schon am ersten Tag Schweiz denkt, wie laaangsam denn diese Schweizer unterwegs sind, der wird hier seines Lebens nicht froh.

Und zu Christian: Böse Zungen sagen, er sei – selbst ohne roten Pass – bereits der bessere Schweizer als Tensha. Während ich in deutscher Manier meckere und auch gerne ungefragt, laut und ungefiltert meine Meinung zum Besten gebe, bleibt Christian eher ruhig und bedeckt und freundlich. Und mit diesen umgekehrten Vorzeichen bzw. quasi falschen Nationalitäten harmonieren wir beiden ganz „ordeli” miteinander… 😉

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