Holpriger Start in die Selbstständigkeit 🇨🇭⏳

In die Schweiz auswandern

Holpriger Start in die Selbstständigkeit 🇨🇭⏳

Seit März diesen Jahres bin ich nicht mehr klassischer Angestellter, sondern selbstständiger Blogger und YouTuber. Zuvor habe ich diesen Blog und den YouTube Kanal und alles, was dazu gehört, neben meinem Hauptjob gemacht. „Ab jetzt wird dann alles einfacher“, habe ich mir gedacht, als ich meinen Job kündigte. Ganz so wie gedacht ist es dann aber doch nicht gekommen. 

Vom Angestellten zum Selbstständigen

Vor Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich wirklich jede freie Minute für das Projekt Auswanderluchs genutzt. Die Tatsache, Familienvater zu sein, machte das Ganze neben allem anderen noch herausfordernder. Während der Woche, abends nach der Arbeit, habe ich jeweils den einmal wöchentlich erscheinenden Blogbeitrag geschrieben und eingepflegt. Nur mit dem Schreiben des Textes ist es ja aber nicht getan!

Passende Schlagwörter müssen gefunden und ein ansprechendes Thumbnail erstellt werden. Je nach Thema muss auch vorab mehr oder weniger intensiv recherchiert werden. Und schliesslich gilt es – im Sinne eines Vier-Augen-Prinzips – auch immer noch, Tensha für den Text, die kritische Durchsicht und das Lektorat beizuziehen. Das alles machte ich (und übrigens auch Tensha bei ihrem Teil) zwar meistens im übermüdeten, aber stets im hochmotivierten Zustand! 😀

Videos am Wochenende gemacht

Samstags oder sonntags habe ich dann jeweils die zweimal wöchentlich erscheinenden YouTube Videos gedreht, geschnitten, hochgeladen und anschliessend noch die ganzen Video-Einstellungen gemacht. Ein Video ist nicht in so kurzer Zeit erstellt wie ich es mir früher dachte… Für ein 10 bis 20 minütiges Video besteht schnell einmal ein Aufwand von zwei Stunden oder mehr. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Tensha. Sie hat mir in dieser besonders anspruchsvollen Zeit, in der ich das Ganze nebenberuflich ausgeführt habe, stets den Rücken freigehalten und mich in jeder Hinsicht unterstützt. 

Vor dem Notariat in Zürich.

Ein holpriger Start in die Selbstständigkeit

Seit März habe ich natürlich viel mehr Zeit zur Verfügung. Meine Arbeitszeit von 40 Stunden plus die Pendelei von ca. 8 Stunden pro Woche kann ich jetzt für meinen neuen Beruf nutzen. Quantitativ sowie hoffentlich auch qualitativ 😉 habe ich seitdem ordentlich zugelegt. 

Der Start war jedoch etwas holprig. Grosse Ziele hatte ich mir gesetzt.  Ich wollte mehr und vor allem auch bessere Blogbeiträge bieten. Die Videos auf YouTube sollten weiterhin zweimal pro Woche online gehen. Auf Instagram, wo ich nur sporadisch Beiträge geteilt habe, sollte ebenfalls mehr passieren. Zu viele Ziele auf einmal führten allerdings nicht zum gewünschten Ergebnis. Ich war nicht gut organisiert. Ich verzettelte mich. Gedanklich war ich mit zu vielen Themen gleichzeitig beschäftigt. Das Parkinsonsche Gesetz hat auch noch seinen Einfluss gehabt.

Organisation ist alles

Nach einigen Wochen wurde es besser. Ich hatte mir eine Tages- und Wochenstruktur überlegt, an die ich mich gehalten habe. Zumindest meistens ;). Gedanklich war ich wie schon in einem vorherigen Blogbeitrag berichtet, oft abwesend (von meiner Familie). Ich war gedanklich eigentlich immer beim Geschäft. „Was könnte ich besser machen? Gibt es neue Nachrichten, Kommentare oder E-Mails zu beantworten? Welche Themen sind am interessantesten für meine Leser bzw. Zuschauer?“

Aber auch das ist seit den Ferien besser. Denn ich habe vor den Sommerferien Videos und Blogbeiträge für drei Wochen vorproduziert, damit ich wirklich in dieser Zeit auch frei habe und bei meiner Familie sein kann. (Lediglich ein einziges Video drehte ich in den Ferien – was ich allerdings auch so vorgesehen hatte.) Nicht ständig mit den Gedanken bei der Arbeit sein zu müssen, sondern auch mal frei zu haben, zeigte sich als richtig und wichtig – für mich, für die Familie und nicht zuletzt auch für das Projekt selbst. Denn ein freier Kopf garantiert auch Platz für neue Ideen und Kreativität und natürlich auch für die notwendige Energie, um mit neuem Elan wieder zu starten nach der Sommerpause. 🙂

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Es läuft immer besser

Inzwischen habe ich meine Zeit besser eingeteilt und plane weiter voraus. Ich priorisiere mehr. Erst wenn der Standardcontent fertig ist, fange ich neue Sachen an. Hoffen wir, dass das auch so bleibt! Gerne arbeite ich auch abends – je später, desto besser. So wie jetzt gerade, wenn ich entspannt diesen Beitrag schreibe, während Tensha übrigens in einer Nacht- und Nebelaktion, also ausnahmsweise nicht so organisiert wie ich gerade, Referate für den nächsten Tag am schleifen ist… 😉

Aber das Allerbeste an der Selbstständigkeit ist: Die Flexibilität ist – gerade, wenn man Familie hat, ein fast unbezahlbarer Luxus und die Arbeit fühlt sich nicht nach Arbeit an :).

 PS: Könntest du dir vorstellen, selbstständigerwerbend zu sein?

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Christian der Auswanderluchs

 

3 Responses

  1. M
    Manu sagt:

    Ich kenne viele Selbstständigerwerbende und bei den meisten verstehe ich auch (zumindest in der Theorie) wie sie Geld verdienen (wollen). Beim bloggen und beim YouTube-Beiträge drehen… sehe ich aber nicht ganz wie hier genügend Geld verdient werden kann um Eine Familie mit Wohnung, Krankenkasse und Essen zu bedienen… geschweige dann noch etwas auf die Seite legen zu können. Aber vielleicht bin ich mit über 40 schon zu alt um das zu verstehen… Klärst du mich auf? Danke.

  2. Mike sagt:

    Hallo Christian,

    heute könnte ich mir nicht mehr vorstellen selbständig zu sein, obwohl dies mit allen Freiheiten (und natürlich Pflichten) sehr verlockend wäre. Doch der Rucksack „Familie & Haus“ ist doch ziemlich vollgepackt mit monatlichen finanziellen Verpflichtungen.

    Ich bin gespannt auf Deine weiteren Ausführungen,

    Gruss Mike

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