Schweizer Franken – Fluchtwährung für Deutsche? 💰🌍

Der Schweizer Franken steht international für eine sehr stabile und sichere Währung. Zur Wertstabilität des Schweizer Frankens kommt noch die politische Stabilität der Schweiz hinzu. Die Schweizer Währung besteht schon seit 1850, also seit 171 Jahren. Dies macht den Schweizer Franken zu einer beliebten Fluchtwährung für Leute ausserhalb der Schweiz.
Währungsvergleich Deutschland – Schweiz
Seit Bestehen des Schweizer Frankens haben in Deutschland mehrere Währungsreformen stattgefunden. Betrachtet man nur den Zeitraum zwischen den Jahren 1871 und 2021 hat es in Deutschland vier bzw. fünf Währungsreformen gegeben.
Währungsreformen in Deutschland
- Währungsreformen nach der Reichsgründung von 1870 bis 1876
- Währungsreform 1924
- Währungsreform 1948 in den Westzonen und fast gleichzeitig in der sowjetischen Zone
- Einführung der Deutschen Mark in der DDR 1990
- Einführung des Euro 1999/2002
Deutsche Mark im Verhältnis zum Schweizer Franken
Die Deutsche Mark war dem Schweizer Franken sehr ähnlich. Sie galt – wie der Schweizer Franken heute immer noch – als harte und stabile Währung. Nach der Einführung des Euros gab es ein paar Jahre eine wechselhafte Entwicklung zwischen Euro und Schweizer Franken. Als dann 2009 die Finanzkrise zuschlug, begann der Wert des Euros gegenüber dem Schweizer Franken zu fallen.
Dies setzte sich in den Jahren 2010 und 2011 fort, bis die SNB (Schweizerische Nationalbank) eingriff und den Kurs des Schweizer Frankens zum Euro stabil bei CHF 1.20 zu 1,00 € hilt. Grund hierfür war, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft zu erhalten. Festgesetzt war der Mindeskurs von CHF 1.20 von 2011 bis 2015. Seitdem ist der Franken zum Euro in einer Seitwärtsbewegung.

Neben der Schweiz ist der in 100 Rappen unterteilte Schweizer Franken auch in Liechtenstein offizielles Zahlungsmittel. Campodione d’Italia – eine von Schweizer Staatsgebiet umschlossene italienische Exklave – ist der Schweizer Franken offizielles Zahlungsmittel. In der deutschen Exklave Büsingen am Hochrhein wird hauptsächlich mit Schweizer Franken gezahlt, obwohl der Euro offizielles Zahlungsmittel ist.
Eine Besonderheit der Schweizer Währung ist die wertvollste im regulären Umlauf befindliche Leitwährungs-Note der Welt: Die CHF 1000 Note – umgangssprachlich auch Ameise genannt – hat diesen Titel inne. Es gibt zwar noch wertvollere Noten, allerdings gehörten diese entweder keiner Leitwährung an – so wie die 10’000[1] Brunei-Dollar-Note – oder sie werden nicht mehr gedruckt und damit auch nicht mehr in Umlauf gebracht.
Umgangssprachlich Stutz oder Stei
Neben der in der Deutschschweiz geläufigsten umgangssprachlichsten Bezeichnung „Franken“, werden auch noch zwei weitere oft verwendet: „Stutz“ oder „Stei“ hört man immer wieder. „Stei“ höre ich bei älteren Herren immer wieder einmal. „Stutz“ verwende ich sogar selber manchmal.
Bezahlt werden kann in der Schweiz sehr oft auch mit Euro
In der Schweiz kann in vielen Geschäften, Restaurants und anderen Einrichtungen auch mit Euro bezahlt werden. Empfehlen möchte ich dir das aber nicht. Der Umrechnungskurs ist meist nachteilig für den Kunden. Eine Bezahlung per Debit- oder Kreditkarte ist hier die bessere Wahl für Ausländer. Ganz wichtig: Immer die Landeswährung – also CHF – wählen. Dabei erhält man den besseren Kurs.
Noch besser ist es, WISE (vormals TransferWise) zu nutzen. Das ist ein Multiwährungskonto mit optionaler Debit-Mastercard. Ich nutze WISE schon seit längerem für Bezahlungen im Ausland und spare somit eine ordentliche Summe durch den besseren Umrechnungskurs und die niedrigen Gebühren.
Euros in der Schweiz abheben
Viele Bankautomaten ermöglichen das Abheben und Einzahlen von Euros. Das liegt vermutlich an zweierlei: Die Schweiz ist umringt von Eurostaaten. Praktisch von jedem Ort der Schweiz ist man innerhalb von zwei Stunden im „Euroland“. Dies und die Tatsache, dass im Ausland viele Sachen viel günstiger sind als in der Schweiz, locken die reisefreudigen Schweizer gerne ins umliegende Ausland zu einem Shoppingausflug.
Weitere Entwicklung des Schweizer Franken
Ich bin gespannt, wie sich der Schweizer Franken in Zukunft entwickeln wird. Sollte sich die wirtschaftliche und finanzpolitische Lage im Euroraum verschlechtern, wird vermutlich so mancher im Ausland gerne ein Paar Schweizer Franken auf der Seite haben. Diversifikation ist beim Vermögensaufbau schliesslich sehr wichtig.
[1] Umgerechnet sind das rund CHF 6‘800
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