Schweizer Behörden – ein Vorbild für verstaubte deutsche Amtsstuben🇨🇭🏛

Wer mich kennt, weiss wie ich die Schweizer Behörden immer in den höchsten Tönen lobe. Selten wurde ich so freundlich, kundenorientiert und zügig bedient wie hier. Heute zeige ich das (wieder) einmal an einem Beispiel.
Neuer Pass und neue Identitätskarte (ID)
Tensha und der Gremlin benötigten beide je einen neuen Pass und eine neue Identitätskarte – und ich begleitete die beiden. Im Kanton Zürich läuft der ganze Prozess dieses «Kombi» über das Passbüro in der Stadt Zürich, welches sich unweit des Hauptbahnhofes befindet.
Als Erstes musste Tensha auf der Website des Kantons Zürich mit ein paar Angaben zu ihren Personalien einen Antrag stellen. Umgehend bekam sie eine Bestätigung und eine Einladung, um sich auf dem Online-Portal einen Termin zu sichern, welcher ihr nach ihrer Wahl ebenfalls postwendend per E-Mail bestätigt wurde.
Bedingt durch die postcorona Reisewelle ist die Nachfrage nach neuen Ausweisdokumenten zur Zeit recht hoch. Daher fand Tensha erst einen Termin für in vier Wochen.
Auf zum Zürcher Passbüro
Am Tag des Termins fuhren wir dann, wie eigentlich immer, wenn es nach Zürich geht, mit dem hervorragenden ÖV. (Auch dazu könnte ich jetzt eine Lobeshymne anstimmen, aber zurück zum eigentlichen Thema.) Wir hatten einen Termin um 10 Uhr und waren etwa zwölf Minuten früher vor Ort. Dort mussten alle, die für diesen Zeitraum einen online Termin gebucht hatten, nochmals eine Nummer ziehen, so dass die anwesenden Personen auf die rund zwölf Schalter verteilt werden konnten.
Es waren viele andere Leute da, aber es ging trotzdem sehr zügig voran. Schon um 9:53 Uhr wurde unsere Nummer aufgerufen und wir gingen in eine der vielen abgetrennten Kabinen. Nach einem kurzen Gespräch mit der Sachbearbeiterin wurden die Fotos für die Ausweise von Tensha und dann vom Gremlin direkt beim Schalter in der eigenen Fotokabine geschossen.
Mitzubringen hatten wir die alten Pässe und Identitätskarten sowie meinen deutschen Personalausweis. Ich musste mich ausweisen, da beim (standardmässigen) gemeinsamen Sorgerecht nur beide Elternteile gemeinsam Ausweise für ihr Kind beantragen können. (Ich hätte dies auch mittels Formulars und Unterschrift bezeugen können, aber ich wollte ja das Passbüro-Erlebnis am eigenen Leib nochmals erfahren, um euch davon berichten zu können… 😉)
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Christian der Auswanderluchs🇨🇭
Nach rund 20 Minuten war alles erledigt
Nachdem wir für die neuen Ausweise alles erledigt hatten, ging es nur noch ums Bezahlen. Dies erfolgte sodann an einem separaten Schalter. Bezahlt werden kann im Passbüro nur per Karte (68 Franken für Pass und ID für den Germlin, 148 Franken für Pass und ID für Tensha sowie 10 Franken für den Versand der Dokumente bequem nach Hause und per Einschreiben.)
Um 10:15 Uhr waren wir bereits fertig mit allem und schon wieder draussen. Und dabei dauerte noch am längsten die Aufnahme der Fotos der beiden Grazien, die sich nicht direkt mit der ersten Lichtbildaufnahmen zufrieden geben wollten… 😀
Pass und ID kommen per Einschreiben
In spätestens zehn Tagen sollten wir die vier neuen Ausweise per Einschreiben zugesendet bekommen. Von so einem Kundenservice konnte ich in Deutschland nur träumen. Behördengänge waren für mich immer der blanke Horror. Überfüllte Wartezimmer sowie genervte Kundenbetreuer waren dort die Regel. Von Digitalisierung hingegen ist weit und breit nichts zu sehen. Auf einen Personalausweis musste ich mindestens vier Wochen warten. Auf einen neuen Pass sechs Wochen.
Pass und ID sind da
Einen Tag nach dem Besuch im Passbüro bekam Tensha übrigens eine komische Meldung von der Post: Sie erhalte vom Bundesamt für Bauten und Logistik der Eidgenossenschaft einen eingeschriebenen Brief am nächsten Tag. Wir waren schon fast in heller Aufregung, hatten wir doch keine Ahnung, was von diesem uns bis dahin unbekannten Amt kommen könnte.
Mit dem, was wir anderntags im ominösen Umschlag vorfanden, rechneten wir zuallerletzt: Die Pässe und ID waren bereits produziert und verschickt und bei uns – nach nur zwei Tagen! 😉
Fazit
Behördengänge sind in der Schweiz ein Spaziergang. Wenn du dich also mit dem Gedanken trägst, in die Schweiz auszuwandern, solltest du dir zuallerletzt Gedanken oder gar Sorgen machen über die damit einhergehenden Formalitäten und Behördengänge.
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