Schlechte Zeit für Investoren? 📉🫣

Die Zeiten bleiben spannend. Die Kurse an den Börsen schwanken stark. Wir sind wahrscheinlich in einem Bärenmarkt. Das muss aber nicht schlecht sein.
Mein ETF-Sparplan läuft weiter
Meinen ETF-Sparplan lasse ich weiterlaufen. Die derzeit fallenden Kurse sind langfristig betrachtet von Vorteil. Ich erhalte dadurch mehr Anteile für das gleiche Geld; Aktien zum Sonderpreis, wenn man so will.
In der Boulevardpresse wird gerne von Aktien als Teufelszeug berichtet und Horrorgeschichten verbreitet, wenn die Kurse fallen. Dabei sind Kurseinbrüche ganz normal. Von Natur aus ist der Aktienmarkt sehr volatil. Ständig werden Informationen verarbeitet, die manche zum Kaufen oder eben Verkaufen verleiten.
„Mit der Wirtschaft und der Börse verhält es sich wie mit
André Kostolany
dem Mann und seinem Hund beim Spaziergang. Der Mann
läuft langsam und gleichmäßig weiter. Der Hund läuft vor
und zurück. Aber beide bewegen sich in die gleiche
Richtung. Der Mann ist die Wirtschaft, der Hund die Börse.“
Gibt es mehr Käufer als Verkäufer, steigen die Kurse. Gibt es mehr Verkäufer als Käufer, fallen die Kurse. Häufen sich negative Nachrichten aus der Wirtschaft oder dem Weltgeschehen, sind häufig weniger Leute bereit zu kaufen bzw. sie entscheiden sich zu verkaufen. Das führt zu fallenden Kursen.
Ich schaue nur sehr selten ins Depot. Die Kurse interessieren mich nicht. Wichtig ist nur die langfristige Entwicklung. Die Vergangenheit zeigt, dass es immer weiter nach oben geht, egal, welche Krisen es gab, und Krisen gab es gewiss genug.
Niemand kann die Zukunft vorhersagen
Die derzeitige Krise mit dem Krieg in der Ukraine zeigt, dass es Sachen gibt, die nicht vorhersehbar sind. Rückblickend ist es natürlich leicht zu sagen, dass mit dem Einmarsch der Russen in der Ukraine gerechnet werden konnte. Schliesslich besetzten schon 2014 als „Grüne Männchen“ bezeichnete Truppen, die offensichtlich aus Russland kamen aber keine Hoheitszeichen an den Uniformen trugen, die Krim.
In der Ostukraine kam es gleichzeitig zu einem Aufstand von prorussischen Separatisten. Ich aber habe – wie die meisten – nicht damit gerechnet, dass Putin einen offenen Krieg mit der Ukraine wagen würde.
Putin hingegen dachte sich, dass die Ukrainer seine Truppen mit offenen Armen empfangen würden und der Westen entweder nicht reagiert oder keine Zeit haben wird, um die Ukrainer bei ihrem Widerstand zu unterstützen.
Als ich über das Fernsehen den Einmarsch der russischen Armee verfolgt habe, ging ich davon aus, dass die ukrainische Armee innerhalb weniger Tage zusammenbrechen würde, so übermächtig seien die russischen Truppen. Auch diese Annahme stellte sich als falsch heraus.
Ukrainer kämpfen tapfer
Die Ukrainer kämpften und kämpfen tapfer, ja, heldenhaft, für ihre Freiheit. Westliche Waffen versetzten sie dazu noch in die Lage, die angreifenden Verbände zu zerschlagen. Die Bilder von grossen Kolonen zerstörter Fahrzeuge zeigten das eindrucksvoll.
Russlands Armee, die wider Erwarten nicht mit modernem Material ausgestattet war, musste teilweise mit Kriegsmaterial aus Sowjetzeiten kämpfen. Die Niederlage um die Schlacht von Kiew war die Folge. Geschlagen zogen sich die russischen Verbände aus der Region wieder zurück.
Ein Achtungserfolg dachten viele, aber nicht mehr. Neuorganisiert und versorgt mit frischen Truppen würden die Russen ihre Angriffe auf den Osten konzentrieren. Die Feuerkraft der russischen Artillerie würde den ukrainischen Truppen im Osten einen schweren Schlag versetzen, dachten Experten. Eine Einkesselung grosser Truppenverbände wurde befürchtet.
Immer wieder werde ich gefragt, weshalb ich einen deutschen Broker* verwende, obwohl ich in der Schweiz lebe. Es ist so: Leider werden in der Schweiz keine ETF-Sparpläne angeboten. In Deutschland ist das jedoch Standard. Da lag es für mich auf der Hand, neben meinen Hauptdepot bei Swissquote einen deutschen Broker zu verwenden. Nachteile habe ich dadurch nicht. Das Depot ist kostenlos und besteuert werde ich weiterhin nur in der Schweiz.
Christian der Auswanderluchs
Aber auch da kam es nicht, wie von vielen erwartet. Die russische Übermacht scheint nicht gross genug zu sein, um gegen die gut vorbereitete und taktisch klug vorgehende ukrainische Armee erfolgreich zu sein.
Um eine Offensive gegen einen in Stellungen eingegrabenen Gegner erfolgreich zu sein, muss man laut Experten eine drei- bis vierfach überlegene Truppe haben. Das haben die Russen aber nicht. Nicht einmal das Doppelte an Einheiten haben sie aufbieten können. Technologisch können sie sowieso nicht mithalten. Unterstützt durch westliche Aufklärungsarbeit (vor allem aus den USA und Grossbritannien) sind die Ukrainer den Russen scheinbar häufig einen Schritt voraus.
Market Timing funktioniert nicht
Summa summarum: Niemand hat eine Glaskugel, um die Zukunft vorhersehen zu können. Keiner weiss, wie sich die Welt entwickeln wird. Das Gleiche gilt für den Aktienmarkt. Was wir jedoch wissen: Krisen kommen und gehen und trotz der viele Krisen in der Vergangenheit steigt der Aktienmarkt langfristig. Auf bessere Zeiten warten, um den idealen Einstiegspunkt zu finden, wird nicht funktionieren. Stetig Investieren und die Zeit für sich spielen lassen dagegen schon.
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