Neuer ETF im Kinderdepot 📈👧🏼

Schon seit längerer Zeit habe ich überlegt, eine Änderung beim ETF-Sparplan meiner Kinder vorzunehmen. Andere Angelegenheiten haben jedoch immer wieder meinen Fokus verschoben, sodass sich die Umsetzung um einige Monate verzögert hat. Nun ist es endlich geschafft.
Entscheidung für die thesaurierende («nicht-ausschüttende») ETF-Variante
Ich habe mich entschieden, von der ausschüttenden zur thesaurierenden Variante zu wechseln. Der ETF ist grundsätzlich der gleiche: der FTSE Developed World ETF von Vanguard. Anstatt die Dividenden der verschiedenen Aktien, die im Fonds enthalten sind, auszuschütten, werden diese jedoch automatisch reinvestiert. Die Gesamtkostenquote (TER; 0,12%) sowie die Zusammensetzung sind dabei praktisch gleich.

Ursprüngliche Motivation für den ETF-Sparplan
Als ich den ETF-Sparplan für meine Kinder einrichtete, entschied ich mich bewusst für die ausschüttende Variante. Die Idee dahinter war, meinen Kindern durch die regelmässigen Ausschüttungen für die Börse besser für das Thema Geld und insbesondere zum Sparen motivieren zu können. Zu sehen, wie das Geld arbeitet und quasi ein Einkommen zahlt, hat auch mich am Anfang fasziniert und motiviert.
Vergleich von ausschüttenden und thesaurierenden ETFs
Ausschüttende ETFs:
- Regelmässiges Einkommen durch Ausschüttungen der Dividenden
- Gut geeignet für Anleger, die regelmässige Einnahmen bevorzugen
Thesaurierende ETFs:
- Dividenden werden automatisch reinvestiert
- Höheres Wachstumspotenzial durch den Zinseszins-Effekt
Langfristige Renditebetrachtung
Thesaurierende ETFs reinvestieren Dividenden automatisch. Dadurch kann langfristig eine höhere Rendite erzielt werden. Der Grund ist der Zinseszins-Effekt, der hier besser wirkt als bei manueller Reinvestition. Bei manueller Reinvestition liegt das Geld oft eine Weile ungenutzt auf dem Konto und erwirtschaftet nichts.
Warum ich die ETF-Strategie geändert habe
Die Idee der ausschüttenden Variante finde ich nach wie vor grundsätzlich gut, aber im Zusammenhang mit diesem Sparplan und den relativ niedrigen Ausschüttungen erscheint sie mir heute nicht mehr sinnvoll. Die Ausschüttungen betrugen zum Schluss nur rund 5 Euro pro Quartal, was eine Reinvestition unpraktisch machte.
So ist es nur sinnvoll, auf die thesaurierende Variante zu wechseln, um den Aufwand für mich zu minimieren und gleichzeitig das Wachstum des Geldes zu verbessern. Die Motivation durch stetige Ausschüttungen oder Dividenden kann ich meinen Kindern auch anhand meines Hauptdepots bei Swissquote und der dortigen Einzelaktien zeigen.
Umsetzung der Strategieänderung
Ich habe nun alle meine Anteile inklusive der Bruchstücke über meinen Broker verkauft. Am gleichen Tag habe ich neue Anteile erworben, wobei ich auf 21 Stück aufgerundet habe. Den alten Sparplan habe ich deaktiviert und einen neuen für den thesaurierenden Fonds in gleicher Höhe eingerichtet. Somit fliessen weiterhin alle zwei Monate 100 Euro in den Kinder-ETF.

Fazit: Vorteile des Wechsels zur thesaurierenden Variante
Der Wechsel zur thesaurierenden Variante des ETFs war eine Entscheidung, um sowohl den Aufwand für mich zu minimieren als auch das Wachstum zu maximieren. Durch die automatische Reinvestition der Ausschüttungen wächst das Kapital kontinuierlich, ohne dass ich regelmässig manuell eingreifen muss. Die Motivation meiner Kinder für die Börse wird nicht leiden. Vor allem meine sechsjährige Tochter findet das Thema Geld sowieso sehr spannend – eine typische Schweizerin, könnte man meinen… 😊
- 7 Finanzgewohnheiten, die dich langfristig reich machen - 13. Dezember 2025
- Die Nachteile der Schweiz 2025 🇨🇭😳 | Auswandern - 24. November 2025
- 6 Dinge, die Deutsche über die Schweiz wissen sollten 🇨🇭🇩🇪 - 14. November 2025












