Marius studierte an der ETH – mit Stipendium & Nebenjob 👨🏼🎓💪🏼

Marius[1] hatte sich für ein Studium an der ETH entschieden und ist nach Zürich gezogen. Da die Lebenshaltungskosten hier höher sind als in Deutschland, und um sein Vermögen in Höhe von 73’000 Euro nicht antasten zu müssen, hat er sich einen Nebenjob gesucht.
Marius ist 26 Jahre alt und lebt seit über einem Jahr in Zürich. Er hat hier ein Jahr an der ETH studiert. Inzwischen hat er sein Studium abgeschlossen und eine Festanstellung in Zürich. Marius teilt seine Einnahmen und Ausgaben von seiner Studienzeit mit uns, um zu zeigen, dass es durchaus möglich ist, mit einem kleinen Budget in Zürich zu leben.
Lebenshaltungskosten als Student in Zürich
- Wohngemeinschaft 560 Franken
- Lebensmittel 200 Franken
- Transport (SBB, Flixbus) 150 Franken
- Fitness 50 Franken
- Berufsunfähigkeitsversicherung 40 Euro
- Restaurant 30 Franken
- Feiern 30 Franken
- Strom und Internet 25 Franken
- Spenden 20 Euro
- Swisscare 17 Franken[2]
- Handy 15 Franken
- Privathaftpflicht-/Hausratversicherungskombi 15 Franken
- Spotify 8 Euro
- Laptopversicherung 5 Euro
Insgesamt: ca. 1165 Franken
Einnahmen, Vermögen und Schulden
- EU-Stipendium: 600 Euro
- Nebenjob: 1‘000 Franken
- Depot: 55’000 Euro
- Anteil an Photovoltaikanlage: 18‘000 Euro
- Studienkredit 7’200 Euro
Studium an der ETH als Deutscher
Marius kam 2021 für das letzte Jahr seines MSc. in Sustainable Energy an die ETH (Eidgenössische Technische Hochschule). Ihm war bewusst, dass er mit dem EU-Stipendium (rund 600 Euro) seine Ausgaben im verhältnismässig teuren Zürich nicht würde decken können. Da er über ein für sein Alter beachtliches Vermögen in Höhe von 73’000 Euro verfügt, war ein Puffer bzw. eine gewisse finanzielle Sicherzeit vorhanden. Trotzdem suchte sich Marius schnellstmöglich einen Nebenjob, um sein Vermögen nicht antasten zu müssen.
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Günstig wohnen in der WG
Seine Lebenshaltungskosten hielt Marius bewusst niedrig. Zu Anfang mietete er eine sehr günstige Wohnung im Studentenwohnheim «WOKO» für 545 Franken. Nach einiger Zeit zog es ihn dann in eine 4er-Wohngemeinschaft in Zürich-Altstetten. Die 66 qm Wohnung verfügt über einen Balkon und kostet 2’090 Franken an monatlichem Mietzins. Sein Anteil an den Kosten für die WG beträgt 560 Franken.
Mit Nebenjob die Kosten gedeckt
Marius’ Nebenjob an der ETH war auf Stundenbasis. Während dem Semester hatte er fast keine Zeit für den Job, doch in den Ferien konnte er ca. 2’500 Franken pro Monat verdienen. Zwischen dem Bachelor und dem Master arbeitete Marius schon in Deutschland einige Monate in Vollzeit. Damit und mit seinem Erbe (ca. 30’000 Euro) konnte er das Vermögen aufbauen, was ihm jetzt als Sicherheitsreserve dient.
Von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hatte Marius für sein Studium einen über die ersten vier Jahre zins- und tilgungsfreien Studienkredit in Höhe von 7’200 Euro in Anspruch genommen. Diesen wird er abbezahlen, bevor die ersten Zinsen fällig werden.
In der Freizeit geht Marius gerne in die Berge
Die von Marius angegebenen Freizeit- und Transportkosten gehen fast ausschliesslich auf das Konto von Wandern und Snowboardfahren in den Bergen. Er geht auch gerne klettern und bei sommerlichen Temperaturen in den schönen Seen und Flüssen der Schweiz schwimmen, was als Freizeitbeschäftigung zu seinem bewusst sparsamen Lebensstil passt. In die Mensa oder Restaurants ging er in der Studienzeit selten, da er immer selbst kochte und sich Verpflegung mitnahm.
Aus Statussymbolen macht er sich nichts. Marius bezeichnet sich selbst als «sehr simpel», was – wie ich finde –, sehr gut mit der Schweizer Bodenständigkeit zusammenpasst. Schweizerdeutsch macht Marius keine Mühe, da er aus dem Schwarzwald kommt und daher einen ähnlichen Dialekt spricht.
Erster Job mit 110’000 Franken Lohn
Mittlerweile hat Marius seinen ersten «richtigen» Job angetreten. Das Grundgehalt beträgt 110’000 Franken exkl. Bonus. Die Beiträge für die Krankenkasse und Zusatzversicherungen übernimmt der Arbeitgeber, was übrigens in der Schweiz eher ungewöhnlich ist.
Marius’ Vermögen wird deutlich steigen
Marius’ Vermögen wird durch seinen neuen Job – selbst, wenn er seinen Lebensstil etwas ausschweifender gestaltet – schnell deutlich wachsen. Wie bereits erwähnt, macht er sich aus Statussymbolen nichts. Auf ein Auto wird er weiterhin verzichten, auch weil der ÖV hier so gut funktioniert.
Für auswärts essen und Freizeit wird Marius in Zukunft mehr ausgeben. Marius möchte beispielsweise Tanzunterricht nehmen, regelmässig in die Sauna und Gletschertouren machen. Aus der WG ausziehen will er dagegen nicht. Ihm gefällt das Leben mit seinen Freunden; er sieht es als perfekten Ausgleich zu seinem Beruf.
Meine Meinung
Ich würde an Marius’ Stelle – wie ich es an dieser Stelle immer wieder gerne betone 😉 – jedes Jahr die maximale Summe über 6’883 Franken in die Säule 3a mit hohem Wertpapieranteil (z.B. frankly) einzahlen. Laut Steuersparrechner würde er dadurch 1’872 Franken an Einkommenssteuern pro Jahr sparen können. (Besser und genauer kann das aufgrund der Quellensteuerpflicht ein Steuerberater ausrechnen.) Die gesparte Summe kann er dann jedes Jahr in Aktien, ETFs oder andere Assets investieren, um den Vermögensaufbau weiter zu beschleunigen.
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