Lohnt sich die Säule 3a bald nicht mehr? 🇨🇭🤔

Die Meldung schlug ein wie eine Bombe: Der Bundesrat plant, die Steuervorteile der Säule 3a zu reduzieren. Dies hat in den sozialen Medien, in der Presse und besonders in der Wirtschaft, etwa bei Banken, für heftige Kritik gesorgt. Der Tagesanzeiger zitierte Kritiker, die diesen Schritt als einen «Angriff auf den Mittelstand» bezeichnen.
Steuervorteile der Säule 3a kurz erklärt
Aktuell bringt die Säule 3a in der privaten Altersvorsorge in der Schweiz verschiedene Steuervorteile:
- Reduzierung der Einkommensteuer
- Befreiung von der Vermögenssteuer
- Keine Verrechnungssteuer
- Reduzierter Steuersatz bei der Auszahlung des angesparten Kapitals
Wer Geld in die Säule 3a einzahlt, kann die Summe vom steuerbaren Einkommen abziehen. Für Angestellte mit Pensionskasse bedeutet dies im Jahr 2024, dass sie bis zu 7‘056 Franken weniger an steuerbarem Jahreseinkommen haben.
Das Kapital in der Säule 3a unterliegt nicht der Vermögens- und Verrechnungssteuer. Im Laufe der Jahrzehnte kann die daraus resultierende Steuerersparnis eine erhebliche Summe ausmachen.
Zudem ist der Bezug des Kapitals aus der Säule 3a im Alter zu einem reduzierten Steuersatz möglich.
Der neue Vorschlag des Bundesrats sieht jedoch vor, dass der Bezug im Alter künftig zum regulären Steuersatz besteuert wird – allerdings nur für die direkte Bundessteuer; kantonale Steuererleichterungen würden bestehen bleiben.
Heftige Kritik
Aufgrund der intensiven und heftigen Kritik aus unterschiedlichen Bereichen – von Privatpersonen über die Wirtschaft bis hin zur Politik – könnte der Bundesrat von dieser Massnahme jedoch noch Abstand nehmen. So haben sich etwa Politiker verschiedener Parteien, wie beispielsweise der SVP und der FDP klar gegen diese Änderung ausgesprochen.
Der Bundesrat veröffentlichte sogar eine Klarstellung zu diesem Thema, was mir zeigt, wie gross der Druck bzw. die Kritik in dieser Angelegenheit ist.

Bürger fühlen sich eventuell betrogen
Ich selber bin insofern sehr kritisch, als es sich bei der Säule 3a um ein langfristiges Finanzprodukt handelt. Viele Sparer haben jahrzehntelang in die Säule 3a einbezahlt, in der Annahme, im Alter von einer niedrigeren Besteuerung zu profitieren. Die geplante Änderung würde das Vertrauen in das Vorsorgesystem massiv erschüttern und könnte viele Menschen enttäuschen, die für den Ruhestand vorsorgen. Und ganz grundsätzlich dürfte eine solche Änderung die bis anhin vorbildliche Motivation der Schweizer bei der eigenverantwortlichen Altersvorsorge schmälern.
Resümee zu den Säule 3a Planungen
Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen: Auch wenn der Vorschlag umgesetzt würde, blieben viele steuerliche Vorteile der Säule 3a erhalten. Daher lohnt sich die Säule 3a meiner Meinung nach – und auch nach Ansicht vieler Experten – weiterhin. Dennoch halte ich es für problematisch, dass eine solche Änderung geplant wird. Die Sparer könnten sich durch diese plötzliche Änderung getäuscht fühlen, nachdem sie jahrzehntelang auf die günstigere Besteuerung vertraut haben.
Zum Glück gibt es in der Schweiz die direkte Demokratie, was die Möglichkeit eröffnet, über ein Referendum über diese geplante Änderung bei der Besteuerung des Kapitalbezuges aus Säule 3a-Gelder abzustimmen. Ich bin überzeugt, dass die Schweizer Stimmbürger gegen die Planungen des Bundesrats stimmen würden.
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