Lebensmittelpreise in der Schweiz🇨🇭🛒

Die Preise für Lebensmittel sind in der Schweiz höher als in Deutschland. Die Tendenz der letzten Jahre zeigt jedoch, dass sich die Preise immer weiter angleichen.
Recht häufig werde ich gefragt, wie viel man realistischerweise für Lebensmittel in der Schweiz einplanen soll. Die Frage ist wichtig, gehören die Lebensmittel doch zu den grössten Ausgabeposten, die wir haben, umso mehr, wenn man Familie hat.
Was vielleicht viele beunruhigt, die über eine Auswanderung in die Schweiz nachdenken, sind die Mythen, die um dieses Thema leider immer noch kreisen. Erzählt wird von Preisen in Höhe des zwei- bis dreifachem im Verhältnis zu den Lebensmittelpreisen in Deutschland.
Letztes Jahr habe ich deshalb einige Monate unsere Ausgaben für Lebensmittel und Genussmittel getrackt. Tensha, der Gremlin und ich kamen im Schnitt auf eine Summe in der Höhe von 904 Franken pro Monat.
Nicht besonders sparsam
Besonders sparsam sind wir bei den Lebensmitteln nicht. Wir kaufen viele Bio- und Markenprodukte. Auf Qualität legen wir grossen Wert. Das bedeutet aber nicht, dass wir überhaupt nicht auf die Preise achten. Stimmt die Qualität, kaufen wir auch gerne die Produkte von Eigenmarken.

Was sich auch auf den Preis auswirkt, ist die Wahl des Geschäfts. Wir gehen meist zu Migros oder Coop. Diese sind mit REWE und EDEKA in Deutschland zu vergleichen. Wer hingegen in einem der Discounter einkaufen geht, kann von günstigeren Preisen profitieren. Aldi und Lidl gibt es beispielsweise auch in der Schweiz.
Teure Schweizer Lebensmittel
Fleisch und Milchprodukte sind in der Schweiz oft deutlich teurer als in Deutschland, da stimmt die Aussage bezüglich des doppelten oder dreifachen Preises. Insgesamt sieht das jedoch anders aus. Ich stelle zudem fest, dass die Differenz zu den Preisen in Deutschland in den letzten Jahren immer kleiner wird.
Die starke Inflation im Euro-Raum hat die Angleichung in den letzten Monaten weiter vorangetrieben. In der Schweiz ist die Inflation mit 3.5 Prozent im Vergleich zu den 9.1 Prozent des Euro-Raums (beide Werte für August 2022) moderat.
Das Statistische Bundesamt von Deutschland hat die Preissteigerungen für Nahrungsmittel zwischen der EU, den EFTA-Staaten und Deutschlands vor kurzem verglichen. Demnach liegen die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln im Juni 2022 bei +12.5 Prozent in Deutschland, +11.9 Prozent im EU-Schnitt, +7.5 Prozent in Island, +5.6 Prozent in Norwegen und nur +1.8 Prozent in der Schweiz.
Aldi Suisse nur etwas teurer als Aldi Süd
Um ein Bild abseits von Statistiken zu zeigen, habe ich vor einigen Wochen die Preise zwischen Aldi Süd und Aldi Suisse verglichen und einen Preisunterschied von 23 Prozent festgestellt. Manche Produkte waren im Schweizer Aldi sogar günstiger als im deutschen Aldi.
Lebenshaltungskosten in der Schweiz
Die Lebenshaltungskosten im allgemeinen sind in der Schweiz höher als in Deutschland. Das ist leicht zu erkennen. Jedoch ist in der Schweiz das Lohnniveau auch markant höher. Steuern und Abgaben sind dazu noch deutlich niedriger. Mit rund 50 Prozent an höheren Lebenshaltungskosten gegenüber Deutschland solltest du rechnen. Wobei es noch wichtig ist, die regionalen Unterschiede zu beachten.
- 7 Finanzgewohnheiten, die dich langfristig reich machen - 13. Dezember 2025
- Die Nachteile der Schweiz 2025 🇨🇭😳 | Auswandern - 24. November 2025
- 6 Dinge, die Deutsche über die Schweiz wissen sollten 🇨🇭🇩🇪 - 14. November 2025













One Response
Hallo Christian
Danke für deinen Einblick. 50% sind eine Ansage. Fällt mir auch immer auf wenn wir mal im Urlaub in der Schweiz sind und ich (naiv) denke, ich sollte meine Schoki Vorräte auffüllen 🙂
Grüße
Thomas