Krisenstimmung? Mein ETF-Sparplan läuft trotzdem weiter 📉📈

Der letzte Beitrag über meinen ETF-Sparplan kam Anfang Juni. Die Aussichten haben sich seither nicht gebessert.
Mein ETF-Sparplan läuft weiter, auch wenn die Zeiten – mit Krieg in Osteuropa, Taiwankrise, Inflation und stark steigenden Strom- und Gaspreisen – alles andere als rosig sind. Manche aus unserer Community schickten mir sogar Nachrichten mit der Frage, ob ich den ETF-Sparplan eingestellt hätte, angesichts der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen und der Tatsache, dass ich so lange nichts mehr darüber berichtet hatte :).

Investieren bei politischen und wirtschaftlichen Spannungen
Langfristig steigen die Börsen, das zeigt die Vergangenheit. Das wird in der Zukunft wohl auch so sein.
Situationen mit vielen Krisen, wie wir sie heute haben, gab es schon häufig in der Vergangenheit. Schauen wir uns nur die 1970er Jahre an: Die USA hatten ein militärisches Debakel in Vietnam und die aus diesem Debakel resultierenden inneren Spannungen zu verkraften.
Die arabischen Länder schlossen sich zu einem Kartell zusammen, um Preiserhöhungen beim Erdöl durchsetzen zu können. Aus der daraus folgenden Ölkrise wurde eine Wirtschaftskrise mit starker Inflation. Die Arbeitslosenraten stiegen.

Das schlug auf die Stimmung, um es vorsichtig auszudrücken. Die Börsen dümpelten insgesamt betrachtet nur vor sich hin. Zahlreiche Anleger verloren in dieser Zeit den Mut und kehrten der Börse den Rücken zu. Als es schliesslich wieder nach oben ging, waren die Mutlosen nicht mehr dabei, als mit den Reformen Ronald Reagens in den 1980er Jahren das Wiedererstarken der USA begann und ein Aufschwung kam, den viele nicht für möglich gehalten hätten. Wer drangeblieben war, wurden belohnt.
Apple Aktie als Beispiel
@techaktien hat letzthin einen spannenden Beitrag über die Entwicklung der Apple Aktie auf Instagram geteilt: Im Film «Forrest Gump» erzählt Forrest, dass sein Freund und Geschäftspartner Lieutenant Dan in «irgendwas mit Obst» (Apple) investiert hat. In der Filmszene, in der die Beteiligungen an Apple gekauft wurden, ist es das Jahr 1975, fünf Jahre vor dem Börsengang von Apple.
«Lieutenant Dan meint, wir müssten uns um Geld keine Sorgen mehr machen», erzählt Forrest im weiteren Verlauf. Das ist keineswegs übertrieben, denn Filmfreaks haben ausgerechnet, dass sich das Vermögen heute auf etwa 70 Milliarden Dollar belaufen würde, wenn Lieutenant Dan im Jahr 1975 100’000 Dollar in Apple investiert hätte.

Wer den Film im Erscheinungsjahr (1994) gesehen hat, auf den Geschmack von Apple Aktien gekommen ist und für 1’000 Euro bzw. 2’000 DM Aktien gekauft hat, hätte damit heute eine Position von über 1 Millionen Euro – vorausgesetzt, man hätte die Aktien über alle Krisen (z.B. die Dotcomblase 2000/2002 sowie die Finanzkrise 2007) hinweg gehalten. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass sich Durchhaltewillen auszahlt.
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