Gibt es bald eine 13. AHV-Rente?

Anfang März 2024 wird über die Volksinitiative «Für ein besseres Leben im Alter (Initiative für eine 13. AHV-Rente)» in der Schweiz abgestimmt. Es geht dabei um die Zahlung einer 13. (also zusätzlichen) Rente pro Jahr. Ironischerweise wurde aber erst vor kurzem das Renteneintrittsalter für Frauen und die Mehrwertsteuer erhöht, um die AHV finanziell stabilisieren zu können.
AHV kurz erklärt
Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV). ist die erste Säule des Schweizer Altersvorsorgesystems (quasi das Pendant zur deutschen Rentenversicherung) und zielt darauf ab, den finanziellen Grundbedarf von Personen im Ruhestand zu decken. Finanziert wird die AHV vor allem durch die heutigen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die anteilig vom Bruttolohn der Arbeitnehmer Beiträge zahlen. Das Ganze läuft im Umlageverfahren, was bedeutet, dass die aktuellen Beiträge der Erwerbstätigen direkt zur Finanzierung der laufenden Renten verwendet werden.
Aktuelle Diskussionen um die 13. AHV-Rente
Die Idee einer 13. AHV-Rente sorgt für Diskussionen in der politischen Landschaft der Schweiz. Die Debatte dreht sich um die Frage, ob und wie eine zusätzliche Rentenzahlung finanziert werden soll, vor allem im Hinblick darauf, dass die AHV-Finanzierung wegen dem demographischen Wandel sowieso schon herausfordernder wird: Immer weniger Beitragszahler stehen immer mehr Rentnern gegenüber.
- Die Befürworter: Einige Parteien und Gruppen sehen in der 13. AHV-Rente eine notwendige Massnahme, um den Lebensstandard der älteren Bevölkerung in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten zu sichern. Sie argumentieren, dass eine zusätzliche Rente die Kaufkraft der Rentner stärken und so zu einer gerechteren Gesellschaft führen würde.
- Die Skeptiker: Andere politische Stimmen äussern Bedenken hinsichtlich der langfristigen Finanzierbarkeit einer solchen Massnahme. Sie weisen darauf hin, dass die zusätzlichen Kosten für eine 13. Rente die finanzielle Stabilität der AHV gefährden werden, insbesondere angesichts der alternden Bevölkerung und der damit verbundenen Herausforderungen.
Massnahmen zur Finanzierung
Ironischerweise wurde erst vor kurzer Zeit das Renteneintrittsalter für Frauen von 64 auf 65 Jahre angehoben sowie die Mehrwertsteuer von 7,7 % auf 8,1 % bzw. von 2,5 % auf 2,6 % erhöht, um die finanzielle Stabilität der AHV zu sichern.
Meine persönliche Meinung zur 13. AHV-Rente
Ich sehe die Forderung nach einer 13. AHV-Rente kritisch an, und zwar vor allem wegen der Finanzierung des umlagefinanzierten Altersvorsorgesystems. Der demographische Wandel mit einer zunehmend alternden Bevölkerung und einer gleichzeitigen Verringerung der Beitragszahler, stellt bereits heute eine erhebliche Herausforderung dar. Eine zusätzliche Rentenzahlung könnte diesen Druck weiter verstärken und die Stabilität des gesamten Systems gefährden.
Des Weiteren benötigt die Mehrheit der Rentner in der Schweiz keine zusätzliche AHV-Rente, da sie finanziell gut versorgt sind. Für Ruheständler mit niedrigem Einkommen hingegen gibt es bereits jetzt sogenannte Ergänzungsleistungen. Ich verstehe natürlich, dass Menschen nicht gerne Sozialhilfe – was die Ergänzungsleistungen in gewisser Weise sind – in Anspruch nehmen.
Mich würde es auch Überwindung kosten, diesen Schritt zu gehen. Aber die Idee einer giesskannenartigen Ausschüttung an alle – auch an finanziell gut situierte Personen – ist meiner Meinung nach der falsche Weg.
Was denkst du über dieses Thema? Ich bin gespannt auf deine Gedanken dazu.
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