Dramatischer Fachkräftemangel in der Schweiz – es fehlen Ärzte, Informatikerinnen, Pflegefachkräfte🇨🇭👩🏼⚕️

Allein im Gesundheitswesen fehlen derzeit rund 13‘500 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte. Aber auch in anderen Branchen werden Fachkräfte händeringend gesucht.
In Zukunft wird sich der Fachkräftemangel weiter verschlimmern, prognostiziert das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PWC in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Demnach sollen im Jahr 2030 allein 32‘500 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte in der Schweiz fehlen. Durch das Inland kann der Bedarf nicht gedeckt werden. Headhunter suchen daher für Schweizer Arbeitgeber verstärkt im Ausland nach qualifiziertem Personal.
Es wird jedoch nicht nur im Gesundheitswesen nach Fachkräften gesucht. Praktisch in allen Branchen herrscht ein Mangel an qualifiziertem Personal. Besonders gesucht werden – neben Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegepersonal – Informatiker/innen und Ingenieurinnen und Ingenieure.
Job finden als Deutscher in der Schweiz
Für Deutsche bietet sich aufgrund des Fachkräftemangels die Chance, schnell einen guten Job in der Schweiz zu finden. Der Lohn, der hier geboten wird, ist – auch im Verhältnis zu den höheren Lebenshaltungskosten – verlockend. Im Schweizer Gesundheitswesen sind zudem die Arbeitsbedingungen deutlich besser als in Deutschland.
Die Spitäler in der Stadt Zürich haben letzthin bekanntgegeben, dass sie die Stellen für Pflegefachkräfte noch attraktiver machen wollen. Der Lohn wird deutlich steigen und die Arbeitszeitmodelle werden für die Arbeitnehmenden attraktiver gestaltet.
Teilzeit ist beliebt
Teilzeitpensen sind generell in der Schweiz kein Problem. Man reagiert damit auf Wünsche des Personals. Im Gesundheitswesen wird heute im Schnitt mit einem 80 Prozent Pensum gearbeitet. In den nächsten Jahren wird das Pensum auf 70 Prozent sinken, prognostiziert die Studie des PWC.
Viele Arbeitgeber beauftragen Personalvermittler mit der Suche nach Personal. Für Stellensuchende resultieren daraus diverse Vorteile, denn nicht wenige Personalvermittler bieten Unterstützung in verschiedenen Bereichen an, so etwa beim Anpassen der Bewerbungsunterlagen an die Schweizer Gegebenheiten, aber auch mit Bewerbungscoaching, Wohnungssuche, Anerkennung der deutschen Ausbildung etc..
Lohn in der Schweiz
Ich habe in der letzten Zeit mit vielen Deutschen geredet, die so wie ich in die Schweiz ausgewandert sind. Allen geht es finanziell deutlich besser als in Deutschland – trotz den höheren Lebenshaltungskosten hier in der Schweiz.

Hier einige Beispiele mit Angabe des Lohns:
- Assistenzärztin im ersten Jahr, Obwalden, 84‘500 Franken
- Fachfrau für Operationstechnik, Zürich, 84‘500 Franken
- Ingenieur erneuerbare Energien, Zürich, 110‘000 Franken
- Facharbeiter Pharmaindustrie, Schaffhausen, 102‘000 Franken
- Ingenieur Pharmaindustrie, Aargau, 89‘700 Franken
- Fachinformatiker, Bern, 168‘000 Franken
Zu berücksichtigen sind die regionalen Unterschiede bei der Höhe des Lohns. Die Assistenzärztin aus dem obigen Beispiel würde in Zürich zum Beispiel mehr verdienen.
Lohn ist Verhandlungssache
Im Gegensatz zu Deutschland, wo es häufig starre Tarifverträge gibt, ist der Lohn in der Schweiz viel individueller. Neben Alter und Qualifikation kann das Verhandlungsgeschick den Lohn deutlich beeinflussen. Deswegen ist es wichtig, gut vorbereitet in die Lohnverhandlung zu gehen.
Die Schweiz ist bei Deutschen beliebt
So wie mich vor einigen Jahren, zieht es jedes Jahr viele aus Deutschland in die Schweiz. Seit Jahren ist die Schweiz das beliebteste Auswanderungsziel der Deutschen. Ich habe es nie bereut. Ganz im Gegenteil. Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

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One Response
Wer eine hohe Qualifikation hat und einen Job sucht, dem würde ich die Schweiz händeringend empfehlen. Auf jeden Fall würde ich ihm abraten, in einem mediterranen Land so etwas zu suchen. Die Schweiz hat über 50 Jahren zahlreichen jugendlichen Arbeitslosen aus dem Süden neue Bleiben mit Perspektiven gegeben. Somit verdient dieses Land jetzt auch eine rosige Gegenleistung dafür. Fachkräfte gehören in die Schweiz, nicht in den mediterranen Süden.