Die grössten Geldfresser der Schweiz 🇨🇭💸

Der mit Abstand grösste Geldfresser ist… meine Frau Tensha. Nein, Spass beiseite. Die Schweiz verfügt tatsächlich und ernsthaft über einige Geldfresser, denen man sich besser früh genug bewusst ist.
Miete
Die Miete – oder wie man in der Schweiz sagt: „der Mietzins” – ist wohl oft der grösste Ausgabeposten. Wie hoch die Miete ausfällt, ist regional stark unterschiedlich. In der Regel zahlt man in steuergünstigen, wirtschaftlich starken Kantonen wie Zürich, Zug und Schwyz eine höhere Miete als in Kantonen wie zum Beispiel in Schaffhausen oder dem Thurgau. Eine Übersicht gibt das Schweizer Bundesamt für Statistik.
Da in der Statistik auch lange vermietete Objekte, die den Wert verzerren, enthält, empfehle ich, zusätzlich Immobilienportale durchzustöbern. Dabei erhält man einen guten Eindruck über die derzeit üblichen Miethöhen.
Unsere letzte Mietwohnung (2,5-Zimmer und mitten in Zürich) hat inklusive Nebenkosten rund 1‘500.- Franken pro Monat gekostet. Das klingt nach einer teuren Wohnung. Allerdings ist es für Zürcher Verhältnisse für eine gepflegte und modern ausgerüstete Altbauwohnung ein wahres Schnäppchen gewesen, welches sich Tensha (damals noch ohne mich) ergattert hatte.
Wichtig zu wissen hinsichtlich Schweizer Mietpreisen ist sicherlich auch, dass die Küche samt Geräten in der Schweiz immer dazu gehört, ebenso wie häufig auch eine eigene Waschmaschine, manchmal sogar ein Tumbler (Trockner). Diese Tatsache relativiert die für deutsche Verhältnisse relativ hohen Mietkosten wieder ein bisschen.

Krankenkasse
An zweiter Stelle hinsichtlich Ausgaben oder eben Geldfresser tritt vor allem bei Familien häufig die Krankenkasse. Tensha, der Gremlin und ich zahlen monatlich zusammen rund 900.- Franken an Krankenkassenbeiträgen. Was ich dazu sagen muss, ist, dass wir uns nicht für die günstigsten Gesellschaften entschieden haben.
Zudem haben wir einige Zusatzversicherungen abgeschlossen, welche die Kosten ebenfalls erhöhen. Das Krankenversicherungssystem der Schweiz unterscheidet sich stark vom deutschen System. Das Wichtigste zusammengefasst:
- Der Beitrag wird individuell berechnet und ist unabhängig vom Lohn
- Jedes Familienmitglied muss einzeln versichert werden
- Mit Selbstbehalt und Franchise gibt es zwei Selbstbeteiligungen
- Arbeitgeber beteiligen sich in der Regel nicht an den Beiträgen
- Der Zahnarzt muss extra mitversichert werden
Unsere Ausgaben für Krankenkassen und Ärzte habe ich hier genauer beschrieben.
Mein Schweizer Privatkonto ist das Zak-Konto von der Bank Cler. Es ist kostenlos und bietet viele weitere Vorteile, wie beispielsweise virtuelle Unterkonten und einen Guthabenzins in Höhe von 1,0%. Wenn du ebenfalls ein Zak-Konto eröffnest, kannst du dir mit dem Code „AWLZAK“ ein Startguthaben in der Höhe von 50.- Franken sichern. Hier geht es zum Erfahrungsbericht. (Nur mit Wohnsitz in der Schweiz möglich.)
Christian der Auswanderluchs🇨🇭
Kinderbetreuung
Die Kosten für die Kinderbetreuung sind regional stark unterschiedlich. Für die Ganztagsbetreuung zahlen wir hier in Wallisellen 1‘560 Franken pro Monat. (Unsere Tochter geht drei Tage pro Woche in die Kita.) Ein nicht unerheblicher Betrag. Im Gegensatz zu Deutschland werden in vielen Kantonen der Schweiz die Kinderbetreuungskosten hauptsächlich von den Eltern und nicht wie in Deutschland grossteils oder nur vom Steuerzahler finanziert.
Die Steuerlast ist in den meisten Kantonen viel geringer als in Deutschland. Menschen mit geringem Einkommen können je nach Gemeinde oder Kanton finanzielle Unterstützung für Kinderbetreuung erhalten. In der Regel kommen die Kinder mit dem vierten Lebensjahr (je nach Stichtag und Geburtstag des Kindes) in den obligatorischen Kindergarten. Dieser ist eine Art Vorschule und kostenlos. Einen detaillierten Beitrag zum Thema Kinderbetreuung in der Schweiz findest du hier.

Auto
Obwohl das Autofahren hier im Verhältnis zu Deutschland günstiger ist, ist das Auto trotzdem ein grosser Kostenfaktor. Die Preise für Gebrauchtwagen unterscheiden sich nicht gross von den Preisen in Deutschland. Bei Neuwagen konnte ich auch noch keine grossen Unterschiede feststellen, ausser bei Luxuskarossen. Mein Auto war übrigens sogar günstiger als dasselbe Modell zu jener Zeit in Deutschland.
Ich zahle für meine Vollkaskoversicherung rund 1‘300 Franken pro Jahr. Für die Strassenverkehrsabgabe (ähnlich wie die KFZ-Steuer) werden für meinen Diesel 518 Franken pro Jahr fällig. Der Treibstoff ist teurer. Ein Liter Diesel kostet derzeit im Schnitt 1.80 Franken hier rund um Zürich. Spartipps: Im Aargau und Schaffhausen sind die Treibstoffpreise niedriger. Immer wenn ich gerade da bin tanke ich voll ;).
Günstiger in der Schweiz
Was wir in Deutschland oft nicht als Ausgabe empfinden, der Schweizer aber sehr wohl also solche ansieht, ist die Einkommensteuer. Wie weiter oben schon beschrieben, ist diese in den meisten Kantonen viel niedriger als in Deutschland.
Welche weiteren Dinge in der Schweiz günstiger sind als in Deutschland, habe ich hier beschrieben.
Lohnt sich das Leben in der Schweiz?
Eine Auswanderung in die Schweiz ging bei den meisten Deutschen, die ich kenne mit finanzieller Verbesserung einher. Ob sich auch für dich ein Leben in der Schweiz aus finanzieller Sicht „lohnt“, hängt von vielen Faktoren ab.
Familienstand, Ausbildung, Beruf, Branche, Region usw. und sollte im Einzelfall betrachtet werden. Für mich persönlich „lohnt” es sich natürlich nur schon aus persönlichen Gründen und zudem hat sich die Schweiz als förderlich für meine Finanzen ausgewirkt.
Und nun zum Schluss kann ich es ja zugeben: Tensha war nicht unerheblich daran mitbeteiligt. U.a. hat sie mir das Budgetieren eingebläut, was hier die Kinder schon von klein auf lernen. Mein allererster Einleitungssatz ist daher wirklich in jeder Hinsicht als (schlechter) Witz abzutun! 😉
PS: Hier meine persönlichen Spartipps für die Schweiz
Aktualisiert am: 28.11.2023
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