Deutsche Fachkräfte im Ausland im Visier des Finanzamts: Einkommensteuer für Expats 🇩🇪💸

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Deutsche Fachkräfte im Ausland im Visier des Finanzamts: Einkommensteuer für Expats 🇩🇪💸

Expats spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg deutscher Unternehmen. Hunderttausende deutsche Fachkräfte arbeiten weltweit für ihre Firmen, um Fabriken oder Vertriebsnetze aufzubauen und somit den internationalen Markt zu erobern. Nun stehen diese Fachkräfte im Fokus des Bundesfinanzministeriums, was weitreichende finanzielle Konsequenzen haben könnte.

WirtschaftsWoche berichtet

Bundesfinanzminister Christian Lindner plant eine Neuregelung, die es dem deutschen Fiskus ermöglicht, auch von deutschen Expats im Ausland Steuern zu kassieren. Dies betrifft insbesondere diejenigen, die ihre Wohnung in Deutschland behalten, eine Rückkehrzusage vom Arbeitgeber erhalten haben oder auch nur einer Partei oder einem Verein in ihrer Heimat angehören.

Diese Neudefinition führt dazu, dass viele deutsche Expats, die nur vorübergehend im Ausland arbeiten, weiterhin in Deutschland steuerpflichtig bleiben. Dies steht im Gegensatz zu den bisher geltenden internationalen Steuerregeln, nach denen das Einkommen in dem Land versteuert wird, in dem die Arbeit ausgeübt wird.

Konsequenzen für deutsche Unternehmen und Fachkräfte

Für die betroffenen Unternehmen bedeutet dies eine enorme administrative Belastung und das Risiko, wegen vermeintlich falscher Lohnsteuerabrechnungen der Steuerhinterziehung beschuldigt zu werden. Jens Goldstein von Ernst & Young betont ausserdem, dass die neuen Anforderungen faktisch kaum umsetzbar sind, da Unternehmen oft nicht über die notwendigen Informationen zur persönlichen Lebenssituation ihrer Mitarbeiter verfügen.

Die grösste Sorge ist jedoch die drohende Doppelbesteuerung. Wenn die Tätigkeitsländer der Expats weiterhin ihre üblichen Steuern geltend machen, könnten die Mitarbeiter sowohl im Ausland als auch in Deutschland zur Kasse gebeten werden. Dies würde nicht nur zu finanziellen Nachteilen für die Expats führen, sondern könnte auch die Attraktivität internationaler Einsätze erheblich mindern und für deutsche Unternehmen schädigen.

Ernst & Young: «Unverhältnismässig»

Der Erlass gilt zudem rückwirkend für alle noch offenen Fälle, was von der Beratungsfirma Ernst & Young diplomatisch als «unverhältnismässig» kritisiert wird. Viele Unternehmen und Fachkräfte könnten sich plötzlich mit Nachforderungen konfrontiert sehen.

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Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert daher eine dringende Überarbeitung des BMF-Schreibens. Benjamin Koller, Steuerexperte des BDI, warnt vor den komplexen steuerlichen Regelungen und den daraus resultierenden Konflikten mit dem Ausland. Der Verband betont die Notwendigkeit klarer und praktikabler Richtlinien, um die Doppelbesteuerung und die bürokratischen Hürden zu vermeiden.

Fazit zur Besteuerung von deutschen Expats

Die geplante Neuregelung des Bundesfinanzministeriums stellt deutsche Fachkräfte im Ausland und ihre Arbeitgeber vor grosse Herausforderungen. Die Doppelbesteuerung und die administrative Belastung könnten weitreichende negative Auswirkungen haben. Es bleibt abzuwarten, ob und wie das Bundesfinanzministerium auf die Forderungen der Wirtschaft reagiert und den Erlass anpasst, um eine faire und praktikable Lösung für alle Beteiligten zu finden. «Normale» Auswanderer sollen nicht betroffen sein.

Quelle: WirtschaftsWoche

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Christian der Auswanderluchs

 

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