Auswandern steigert die Zufriedenheit stärker als ein Kind zu bekommen

Wenn es ums Auswandern geht, fällt oft der Spruch: «Auf der anderen Seite ist das Gras auch nicht grüner.» Viele Auswanderer finden jedoch das Gras dennoch grüner auf der anderen Seite und neuerdings wird das sogar durch eine Studie bestätigt: Der Schritt ins Ausland steigert die Lebenszufriedenheit sogar mehr als die Geburt eines Kindes.
Hauptergebnisse der Studie
Die Studie des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung zeigt, dass Deutsche, die auswandern, ihre Lebenszufriedenheit deutlich steigern. Auf einer Skala von 0 bis 10 erhöht sich ihr Zufriedenheitswert im Durchschnitt um 0,5 Punkte.
Zum Vergleich:
- Ein Umzug innerhalb Deutschlands steigert die Lebenszufriedenheit nur halb so stark.
- Sogar die Geburt eines Kindes hat einen geringeren Einfluss auf das persönliche Glücksempfinden als eine Auswanderung.
Dauer des Effekts
Nach rund zwei Jahren kehrt die Lebenszufriedenheit allmählich auf ein normaleres Niveau zurück. Das ist ein natürlicher Prozess: Was anfangs noch aufregend und neu ist, wird mit der Zeit zur Normalität. Der Alltag kehrt ein, und das Leben im Ausland fühlt sich nicht mehr aussergewöhnlich, sondern schlicht «normal» an.
Dieser Effekt ist in vielen Lebensbereichen zu beobachten – sei es bei einem neuen Job, einer neuen Beziehung oder eben einer Auswanderung. Trotzdem bleibt die Zufriedenheit in der Regel länger erhöht als bei anderen Veränderungen, wie zum Beispiel einem Umzug innerhalb Deutschlands.
Deutsche in der Schweiz
Kritiker der Auswanderung argumentieren oft: «Schaut doch mal, wie viele Deutsche jedes Jahr wieder zurück nach Deutschland ziehen.» Tatsächlich gibt es viele Rückkehrer, doch die Gründe dafür sind vielfältig. Hier einige Beispiele:
- Berufliche Lebensphasen: Viele arbeiten nur befristet für einige Jahre im Ausland.
- Ruhestand: Nach der Berufstätigkeit im Ausland wollen manche ihren Lebensabend in der Heimat verbringen.
- Familiengründung: Wer Kinder bekommt, sucht zeitweilig die Nähe zur Familie und Unterstützung durch Grosseltern.
- Persönliche Umstände: Natürlich gibt es auch Fälle, in denen Menschen sich das Leben im Ausland anders vorgestellt haben und sich nicht wohlfühlen.
Auch in der Schweiz zeigt sich dieser Trend. Jedes Jahr wandern Deutsche ein – und einige kehren zurück. Doch die Gesamtzahl der Deutschen in der Schweiz steigt stetig.

Ein interessanter Aspekt dabei: Wer sich in der Schweiz einbürgern lässt, taucht in den Statistiken als Einwanderer aus Deutschland nicht mehr auf – auch wenn er den deutschen Pass behält. Da die Zahl der eingebürgerten Deutschen in der Schweiz ebenfalls wächst, zeigt sich: Viele bleiben langfristig, wenn nicht sogar für immer.

Auswandern ist nicht für jeden – aber für viele – ein Gewinn
Auswandern ist ein grosser Schritt, der das gesamte Leben verändert – sowohl beruflich als auch privat. Es bedeutet, das gewohnte Umfeld hinter sich zu lassen und sich ein völlig neues Leben aufzubauen.
Die Studie zeigt jedoch, dass dieser Schritt für viele ein Gewinn an Lebenszufriedenheit bedeutet. Natürlich gibt es auch Menschen, die feststellen, dass das Leben im Ausland nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt haben, und daher zurückkehren.
Aber der anhaltende Trend zeigt: Viele bleiben dauerhaft im Ausland – und das aus gutem Grund. Wer sich bewusst für eine Auswanderung entscheidet und seine Erwartungen realistisch einschätzt, kann langfristig davon profitieren.
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