Auswandern als Familie: Lohnt sich die Schweiz finanziell? 🇨🇭👨‍👩‍👧‍👦

In die Schweiz auswandern

Auswandern als Familie: Lohnt sich die Schweiz finanziell? 🇨🇭👨‍👩‍👧‍👦

Die Entscheidung, als Familie auszuwandern, ist ein grosser Schritt, der gut überlegt sein will. Ein beliebtes Ziel für viele Auswanderer ist die Schweiz. Doch was macht dieses Land so attraktiv, mit welchen Kosten muss man rechnen und lohnt sich das Auswandern in die Schweiz als Familie überhaupt?

Die Schweiz als Auswanderungsziel für Familien

Warum ziehen so viele Familien das Auswandern in die Schweiz in Erwägung? Hier die häufigsten Gründe:

Lebensqualität: Die Schweiz rangiert praktisch immer auf den vorderen Plätzen beim Ländervergleich der Lebensqualität. Faktoren wie das gut ausgebaute Strassennetz sowie der öffentliche Verkehr (Bahn, Tram, Bus), die hervorragende Gesundheitsversorgung und die persönliche Sicherheit tragen massgeblich dazu bei. Die beeindruckende Natur der Schweiz zählt ebenfalls dazu und macht sie zu einem attraktiven Wohnort. Zusätzlich wird die Kaufkraft durch hohe Gehälter und niedrige Steuern begünstigt. Im Folgenden werden einzelne Punkte genauer gezeigt.

Bildung: Das Schweizer Bildungssystem geniesst weltweit einen hervorragenden Ruf. Von der frühen Bildung im obligatorischen Kindergarten (i. d. Regel ab 4 Jahren) über die Primarschule (Grundschule) bis hin zu international renommierten Universitäten bietet die Schweiz erstklassige Ausbildungsmöglichkeiten.

Arbeitsmarkt: Die Schweiz ist bekannt für ihre stets niedrige Arbeitslosenquote und ihre starke und krisenresistente Wirtschaft. Zahlreiche internationale Unternehmen haben ihren Sitz in der Schweiz, was vielfältige Karrieremöglichkeiten bietet. Auch die attraktiven Gehälter, die eine hohe Kaufkraft bieten, sind wesentliche Anreize für Einwanderer.

Sicherheit: Sicherheit ist ein zentraler Aspekt, der die Schweiz besonders familienfreundlich macht. Die niedrige Kriminalitätsrate bietet Familien ein hohes Mass an Sicherheit und Geborgenheit.

Natur und Freizeit: Die Schweiz bietet eine beeindruckende Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten. Ob Skifahren oder Wandern in den Bergen oder ein Besuch in einem der vielen Museen – für Familien gibt es zahlreiche Aktivitäten, die den Alltag bereichern.

Auswandern – Kosten und finanzielle Aspekte

Die Lebenshaltungskosten, das Steuersystem, die Löhne und Gehälter sowie die Kaufkraft sind Faktoren, die die Entscheidung oft massgeblich beeinflussen. Familien sollten die finanziellen Aspekte jedoch genau betrachten, um die für sie richtige Entscheidung, in Sachen Auswanderung in die Schweiz, zu treffen.

Lebenshaltungskosten in der Schweiz

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit den höchsten Lebenshaltungskosten weltweit. Die durchschnittlichen Mietkosten für eine Wohnung mit drei Zimmern liegen bei rund 1’500 bis 2’500 Franken pro Monat, je nach Lage und Ausstattung. In ländlicheren Gegenden sind die Mieten generell etwas günstiger als in Städten, dennoch sollten Familien mit einem gewissen Kostenaufwand rechnen.

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Auch die Preise für Lebensmittel und Konsumgüter sind im Vergleich zu Deutschland höher. Ein typischer Wocheneinkauf für eine Familie kann schnell 250 Franken kosten, abhängig von den bevorzugten Produkten und Einkaufsmöglichkeiten. Um Kosten zu sparen, kann man jedoch auf Discounter und/oder Sonderangebote zurückgreifen. Auch gelegentliche Einkäufe im Ausland entlasten das Familienbudget spürbar.

Zusätzliche grosse Kostenpunkte könnend die Ausgaben für die Krankenkasse und die Kinderbetreuung in der Kita sein. Hierzu habe ich ausführliche Beiträge geschrieben, in denen ich die Kosten dafür zeige. Einen ausführlichen Beitrag über die Lebenshaltungskosten findest du hier. (Links in blauer Schrift).

Steuersystem in der Schweiz

Das Schweizer Steuersystem ist föderal strukturiert, was bedeutet, dass Steuern auf drei Ebenen erhoben werden: Bund, Kanton und Gemeinde. Die Steuerbelastung variiert daher je nach Wohnort – zum Teil sogar erheblich. Im Allgemeinen gilt die Steuerbelastung in der Schweiz jedoch als niedrig im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.

Ein Vorteil des Schweizer Steuersystems ist die Abzugsfähigkeit bestimmter Ausgaben, wie z.B. Berufsauslagen, Kinderbetreuungskosten und Versicherungsprämien, welche die Steuerbelastung oft senken.

Durchschnittsgehälter und Kaufkraft

Die Schweiz bietet hohe Löhne und Gehälter, welche die hohen Lebenshaltungskosten in der Regel mehr als ausgleichen. Laut dem Bundesamt für Statistik liegt das mittlere Bruttoeinkommen bei 6’788 Franken pro Monat. Fachkräfte in bestimmten Branchen, wie Finanzen, IT und Pharmazeutik, können sogar deutlich höhere Gehälter erwarten.

Die hohe Kaufkraft in der Schweiz ist ein weiterer Pluspunkt. Trotz der hohen Lebenshaltungskosten bleibt den Haushalten in der Regel ein beträchtlicher Teil des Einkommens zur freien Verfügung. Laut der OECD haben die Schweizer die höchste Sparquote Europas mit 19,3 % (Deutschland 11,1 %). Das Pro-Kopf-Vermögen in der Schweiz gehört laut dem UBS Global Wealth Report 2023 mit 168’084 US-Dollar (Deutschland 60’633 US-Dollar) zu den höchsten weltweit.

Für Familien bedeutet dies, dass sie zwar hohe Kosten für Miete, Lebensmittel und andere Ausgaben einplanen müssen, jedoch auch von hohen Einkommen und einer starken Kaufkraft profitieren.

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Dies ermöglicht eine solide finanzielle Grundlage und einen komfortablen Lebensstandard, vorausgesetzt beide Partner gehen arbeiten. Bei nur einem Verdiener muss man dagegen genau kalkulieren, denn dann wird es finanziell eher knapp. Der Grund hierfür ist die höhere Eigenverantwortung, die sich durch die erwähnten Kosten für die Krankenkasse und die Kinderbetreuung bemerkbar machen.

Ausserdem ist es wichtig, die persönliche Situation unter Berücksichtigung der Region, der Branche, der Qualifikation etc. zu betrachten. Hier ein Blogbeitrag zu diesem Thema.

Resümee zum Auswandern als Familie

Eine Familie, die mit kleinen Kindern und nur einem Verdiener in die Schweiz zieht, muss eventuell auf die teure Fremdbetreuung in der Kita verzichten. Es sei denn man verfügt über ein sehr gutes Einkommen. Dann sieht es anders aus. Wenn jedoch beide Partner arbeiten, wobei der eine durchaus Teilzeit arbeiten kann, wird in der Schweiz ein angenehmes Leben führen können.

Familien, die über das Auswandern in die Schweiz nachdenken, sollten daher ihre Einkommenssituation und das lokale Steuerumfeld betrachten, um die finanzielle Situation einschätzen zu können.

Wichtig ist es zudem, das Schweizer System auf die ganze Lebenszeit zu betrachten. Die Kita zahlt man zwar in vielen Kantonen grossteils selbst, im Gegenzug profitiert man dann aber auch ein Leben lang von niedrigen Steuern. Es gibt nun mal nicht «den Foifer und das Weggli» (den Fünfer und das Brötchen), wie man in der Schweiz sagt. 😅

PS: Falls du Fragen zum Thema Auswandern als Familie hast, kannst du diese gerne als Kommentar unter diesen Beitrag schreiben. Ich werde zeitnah antworten. 😊

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Christian der Auswanderluchs

 

4 Responses

  1. P
    Philip Küchler sagt:

    Hallo Christian,

    wir sind eine 3 köpfige Familie aus Sachsen und haben schon lange darüber nachgedacht komplett in die Schweiz auszuwandern. Die Schwiegervaterseite wohnt auch in der Schweiz bzw kurz über der Grenze in Deutschland. Ich selbst hätte schon ein Job Angebot meine Freundin noch nicht. Unser Kind ist 4 Jahre alt, würde also „kostenfrei“ in die Kita gehen.

    Ich bin ehrlich, es ist ein großer Schritt und wir sind immernoch nicht zu einem Entschluss gekommen.

    Wir haben beide gute Jobs in Sachsen, ich bin in einer großen Industriefirma und meine Freundin ist Berufsschullehrerin für Erzieher. Uns geht’s also gut hier in Sachsen.

    Ich habe einfach ein paar kleine Fragen.

    Wie ist die Betreuung in einer Kita. Ist das wie in Deutschland, dass man das Kind früh abgeben kann und am frühen Nachmittag holt oder geht dies nicht?

    Wir wollen vllt auch ein 2. Kind irgendwann noch, wie ist das mit dem Mutterschaftsurlaub? Meine Freundin würde ungern nach 3 oder 6 Monaten das Kind schon abgeben wollen.

    Und hast du eine eigene Erfahrung wie viel Geld man Netto ungefähr im Monat bräuchte um ein gutes Leben zu führen, in dem man auch monatlich was weglegen kann?

    Danke für deine Antwort im voraus 🙂

    Liebe Grüße

    Philip

  2. J
    Jennifer sagt:

    Hallo Christian,

    ich bin Alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern (5Jahre und 10Jahre) die kleine geht nächstes Jahr in die Schule, derzeit habe ich nur einen 20Std Job, würde aber auch aufstocken. Erhalte Kindesunterhalt vom Vater und würde in 3 Jahren auch Kapital haben um die 80-100Tsd.

    Würdest du es empfehlen, als alleinerziehende Mutter in die Schweiz auszuwandern? Ich grübele echt mit den Gedanken, da ich der Meinung bin, dass die Lebensqualität dort einfach besser ist.

    Zudem ich war schon öfter (durch meine damalige Beziehung) in der Schweiz und ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt.

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Hallo Jenni,
      wenn es finanziell für dich passt, spricht meiner Meinung nach grundsätzlich nichts gegen eine Auswanderung als alleinerziehende Mutter. Ich würde an deiner Stelle das Ganze jedoch in Ruhe gut durchdenken. Beispielsweise kann die Entfernung zu Freunden und Familie, insbesondere den Grosseltern, eine Herausforderung zu Beginn darstellen.

      Liebe Grüsse
      Christian

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