Als Chemikant in die Schweiz ausgewandert 🧪🇨🇭

In die Schweiz auswandern

Als Chemikant in die Schweiz ausgewandert 🧪🇨🇭

Heute geht es um meine Ausbildung zum Chemikant und meinen beruflichen Werdegang. Wie du vielleicht schon weisst, bin ich bis März 2021 in der chemischen bzw. pharmazeutischen Industrie tätig gewesen. Mehr habe ich bisher nicht davon erzählt; heute deshalb mehr dazu.

Schon während meiner Schulzeit habe ich mich sehr für Chemie interessiert. Im Internet und im Berufsbildungszentrum habe ich mich dann über die Berufsmöglichkeiten informiert. Chemikant und Chemielaborant hatte ich mir damals als Möglichkeiten herausgesucht. Glücklicherweise gab es direkt in der Ortschaft, in welcher ich aufwuchs, ein relativ grosses Chemiewerk.

Chemikant oder Chemielaborant?

Ich bewarb mich kurzerhand für beide Berufsrichtungen. Denn so eine richtige Vorstellung davon, was ein Chemikant oder ein Chemielaborant genau macht, hatte ich mit damals 16 Jahren nicht. Im Einstellungstest musste ich mich dann für einen von beiden entscheiden. Ich entschied mich – warum auch immer – für den Beruf des Chemikanten. 

Wechselschicht mit Familie

In den letzten Jahren habe ich diese Entscheidung ein wenig bereut. Stellen für Chemikanten sind oft mit Wechselschicht verbunden. In jungen Jahren gefiel mir dieses Modell, unter anderem, weil die Bezahlung mit Wechselschicht besser ist, als bei „normalen Arbeitszeiten”.

In letzter Zeit hat mir die Schichtarbeit vor allem wegen des ständig wechselnden Rhythmus und den Herausforderungen bei der Familienorganisation nicht mehr gepasst. Schicht zu arbeiten mit den ganzen dazugehörigen Unregelmässigkeiten wurde mehr und mehr zu einer Schwierigkeit für uns – nicht zuletzt auch für Tensha.

Den Beruf des Chemikanten kann man sich ungefähr so wie denjenigen eines Kochs vorstellen, allerdings mit dem Unterschied, dass keine Nahrungsmittel zubereitet werden, sondern chemische Erzeugnisse. Es gibt verschiedenste Bereiche, in denen man tätig sein kann - vom kleinen Versuchstechnikum bis zur Ölraffinerie. Ich war, während meiner Lehrzeit, in der Pharmaindustrie, genauer gesagt in der Wirkstoffproduktion, tätig. Die Wirkstoffe wurden in Reaktoren über mehrere Stufen hergestellt, bis am Ende das gewünschte Produkt entstand. 
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Ausbildung zum Chemikanten

2002 habe ich dann also meine Ausbildung zum Chemikanten begonnen. Der Lehrbetrieb war die Schering AG. (Diese wurde 2006 – am Ende meiner Lehrzeit – von der Bayer AG aufgekauft.) Zu Beginn galt ein Job dort als sichere Bank. „Da hast du die Rente auf sicher!“, hiess es :D.

Ab 2004 begann für das Werk eine wirtschaftlich schwierige Zeit. Fast jede dritte Stelle wurde gestrichen. Ich hatte das Glück, trotz diverser Entlassungen nach meiner Lehrzeit eine befristete Anstellung zu erhalten. Damit konnte ich dann wenigstens etwas Berufserfahrung sammeln. 

Metallorganische Verbindungen

Nach einer kurzen, anderweitigen Zwischenstation ging ich 2010 wieder zurück in „mein“ altes Werk. Dieses Mal nicht zur Bayer AG, sondern zur Chemtura Corporation. Hier war ich im Verfahrenstechnikum tätig. Wir produzierten metallorganische Verbindungen. Das war eine spannende Angelegenheit, denn die meisten Produkte waren selbstentzündliche Flüssigkeiten. Sobald diese in Kontakt mit Sauerstoff kamen, brannten sie.

Beim An- und Abschliessen von Behältern oder beim Öffnen von Rohrleitungen stand deshalb immer ein Mitarbeiter mit CO2-Feuerlöscher zur Seite. (Das half natürlich immer nur für den Moment. Sobald wieder Sauerstoff an das Produkt gelang, fing es wieder an zu brennen. Man musste es abbrennen lassen.)

Weiterbildung zum Industriemeister Chemie

Während dieser Zeit bei Chemtura habe ich 2013 eine Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Chemie begonnen und 2016 erfolgreich abgeschlossen. Da ich 2014 Tensha kennenlernte und uns schnell klar war, dass ich zu ihr in die Schweiz kommen würde, waren meine Tage bei Chemtura gezählt. Noch während der Abschlussprüfungen bewarb ich mich bei verschiedenen Unternehmen in der Schweiz. 

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Als Chemikant gute Chancen in der Schweiz

Durch meine Ausbildung hatte ich gute Voraussetzungen, um in der Schweiz einen Job zu finden. Die Schweiz hat eine grosse Pharmaindustrie. Nach ein paar Monaten hatte ich bereits mehrere Zusagen erhalten. Im September 2016 ging es dann in die Schweiz. Hier war ich schliesslich bis März diesen Jahres bei einem grossen Pharmaunternehmen in der Herstellung angestellt – bis ich mich eben entschieden hatte, meine nebenberufliche Tätigkeit zum Hauptberuf zu machen. 

Wie sich meine Selbstständigkeit entwickelt hat, und wie es mir seitdem ergeht, kannst du schon bald in einem weiteren Blogbeitrag lesen. 

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Christian der Auswanderluchs

 

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